Keine fette Sache - Die Dickmilch

In einer gesunden Vollwertküche darf Milch nicht fehlen. Doch auch als Dickmilch macht der weiße Saft eine gute Figur!


Wer jetzt denkt, Dickmilch sei doch das gleiche wie Buttermilch, der wird eines Besseren belehrt! Auch Kefir, Quark, Ayran und all die anderen Milchprodukte sind nicht mit der gesunden, sättigenden Dickmilch zu verwechseln, die auch ganz einfach selbst hergestellt werden kann.

Herstellung

  • Die Dickmilch gehört zu den Sauermilchprodukten und wird aus Kuhmilch hergestellt. Durch bakterielle Milchsäurebildung, die eine Ausflockung des Caseins bewirkt, entsteht aus pasteurisierter Milch die dicke Milch, die von der Konsistenz her an einen etwas festeren Joghurt erinnert. Im Gegensatz zu diesem aber werden bei der Herstellung der Dickmilch Streptokokken-Kulturen beigefügt, die sehr hitzebeständig sind, sodass der Milchansatz dann bei 26 bis 28 Grad Celsius über 20 Stunden „dickgelegt“ wird.
  • Auch kann man an sehr heißen Tagen Dickmilch selbst herstellen, in dem man pasteurisierte Milch in kleine Schälchen abfüllt und diese mit einem höchstens fingernagelgroßen Stück Brot am Rand in eine Speisekammer stellt. Die Milch braucht dann gut einen Tag, bis sie sich zur Dickmilch verwandelt hat.

Nährstoffe in der Dickmilch

  • Dickmilch liefert eine große Menge an wertvollem Kalzium und hat dabei auch noch sehr wenig Kalorien, weshalb dieses Sauermilchprodukt gerne in Diäten mit eingebunden wird. Dadurch, dass sie sehr ballaststoffreich ist, macht sie lange satt.
  • Auch der Eiweißgehalt der Dickmilch ist hoch, was gerade bei Diäten und Ernährungsreduktionen empfohlen wird. Auch Sportler trinken gerne Dickmilch als Nahrungsergänzung bei energieverzehrenden sportlichen Aktivitäten.

Verwendung

  • Dickmilch wird oft und gerne dazu verwendet, Quark oder Quarkspeisen herzustellen. Auch für die Produktion von Sauermilchkäse ist sie von Bedeutung.
  • Ein typisches norddeutsches Gericht ist zum Beispiel „Dickmilch mit Zucker“. Zusätzlich wird hier typgerecht Schwarzbrot oder Zwieback hineingebröselt. Obwohl Dickmilch als Getränk gilt, empfiehlt es sich, das Milchprodukt mit dem Löffel zu essen anstatt zu trinken.
  • Auch im Sommer ist Dickmilch, wenn sie eisgekühlt ist, ein toller Snack. Gerne wird er dann mit frischen Früchten serviert oder wie in Nordhessen oder im Raum Hannover mit Zimt und Zucker verfeinert.

Nicht überall zu kaufen

  • Dickmilch ist zweifelsfrei nicht einfach so überall zu finden. Vor allen Dingen selten angesiedelt ist sie in Kühlregalen von gängigen Supermarktketten. Leichter zu finden ist sie hingegen in Reformhäusern und Bioläden. Dort gibt es meistens auch unterschiedliche Variationen der Dickmilch zu haben.
  • Eine teilentrahmte Form der Dickmilch, also mit nur 1,5 Prozent Fett, wird Schwedenmilch genannt und ist ein wenig sanfter im Geschmack. Die normale Form der Sauermilch hat üblicherweise 3,5 Prozent Fett. Falls man in einem gut sortierten Supermarkt auf der Suche nach Dickmilch ist, so findet man sie allerdings nur mit Geschmack, ähnlich wie Molkeprodukte.