Kettenverschlüsse - so macht man sie selber

Methoden wie Knoten- und Knüpftechniken aber auch das Biegen von Draht gelingt, um schnell schöne Kettenverschlüsse fertigen können.


Wer eine schöne Kette gefertigt hat, ist oft auf der Suche nach dem passenden Verschluss. Nicht alle käuflich erwerblichen Kettenverschlüsse passen gut zum eigenen Werkstück. Hier ist Kreativität gefragt, denn oft können mit einfachen Mitteln, passende Kettenverschlüsse selbst angefertigt werden.

Größenverstellbare Kettenverschlüsse mit gleitenden Knoten

  • Wer als Grundlage für die Kette glatte Lederbändchen oder Satinkordeln verwendet, kann sich leicht eine größenverstellbare Kette selbst herstellen. Am einfachsten geht dies mit einem schlichten Doppelknoten (Doppelter Weberknoten), den man zuerst mit dem linken Schnurende um die rechte Schnur und danach mit dem rechten Schnurende um die linke Schnur knüpft.
  • Hübscher geht das mit zwei chinesischen Knopfknoten, oder auch Diamantknoten genannt, die um die jeweils andere Schnur geknüpft werden. Eine sehr gute Anleitung für diese gleitenden Knoten, die auch noch hübsch aussehen und je nach Geschick sogar in mehreren Farben geknüpft werden können, findet sich zum Beispiel in dem Buch „Chinesische Knoten für Schmuckstücke“ von Suzen Millodot.

Kettenverschlüsse mit Schlinge und Knopf

  • Eine der einfachsten, nicht größenverstellbaren Varianten für Kettenverschlüsse ist sicher die Schlinge-und-Knopf-Methode. Sie eignet sich für Bänder und Kordeln und vor allen Dingen für robuste, stärkere Ketten. In der einfachsten Version wird an einem Kettenende eine Schlaufe geknotet, zum Beispiel mit einem einfachen Überhand-Knoten und an der anderen Kettenseite ein Knopf angebracht (geknotet oder genäht).
  • Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Schlaufe von der Größe her zum Knopf passt, da sich bei einer zu großen Schlaufe die Kette zu leicht öffnet und bei einer zu kleinen Schlaufe der Knopf nicht oder nur mit einiger Mühe hindurchpasst. Wer keinen passenden Knopf findet oder wenn ein Knopf nicht zur Art der Kette passt, kann auch einer geknüpft werden.
  • Auch hierzu eignet sich der chinesische Knopfknoten, wie sein Name schon sagt, hervorragend. Die Schlinge auf der anderen Kettenseite kann ebenfalls mit einem solchen Knoten gefertigt werden. Andere Knoten, die sich gut für die Knopfseite eignen, sind zum Beispiel der Manntauknoten für den man drei Kordeln benötigt.

Kettenverschlüsse mit Ring und Steg

  • Kettenverschlüsse nach dem Ring-und-Steg-Prinzip kann man in einer Metallausführung kaufen, mit steifem Garn, dünnem Draht oder dünnen, festen- Lederbändchen, aber auch häkeln. Vom Prinzip her funktionieren sie genauso wie Schlinge- und Knopf-Kettenverschlüsse, nur dass der Knopf durch einen Steg ersetzt wird.
  • Auf der einen Seite der Kette wird wieder eine Schlinge geknüpft oder gehäkelt, was meist schöner aussieht und auch haltbarer ist, während auf der anderen Seite ein Steg – zum Beispiel mit 1-2 Reihen fester Maschen gehäkelt wird. Dieser Steg wird dann zum Verschließen der Kette durch den Ring geschoben.
  • Gekaufte Ring- und Steg-Verschlüsse werden meist mit Kappen an die Enden der Kettenbänder geklebt oder mittels Quetschkalotten angebracht. Hier ist ein guter Schmuckkleber zum Verkleben oder eine Crimp-Zange zum sicheren Verschließen der Quetschkalotte erforderlich.

Der S-Haken als Kettenverschluss

  • S-Haken sind einfach herzustellende Kettenverschlüsse und werden aus stabilem Draht gefertigt. Die käuflichen S-Haken werden meist gegossen und sind damit oft stabiler gegen Zug als selbst gebogene Haken. Um einen S-Haken zu biegen, benötigt man eine Flachzange mit dünnem Schnabel und stabilen Draht in der passenden Farbe. Besser ist es zwei Zangen zu haben (eine zum Biegen und die zweite zum Festhalten des Drahtes) aber mit ein wenig Geschick und Kraft in den Fingern kann man den Draht beim Biegen auch mit der Hand festhalten.
  • Der Draht wird nun s-förmig gebogen. Die Enden sollten so nah an der Mitte des S liegen, dass die Kette hinterher sicher hält, wenn man sie mit dem S-Verschluss einhakt. Auf jeder Kettenseite wird nun ein S eingeknotet und zum Verschließen der Kette werden beide S-Elemente ineinander gehängt. Wahlweise kann auch nur ein S eingeknotet werden, dass auf der anderen Seite in eine Schlinge eingehängt wird.
  • Arbeiten sie ihre Ketten aus Juwelierdraht, können sie nicht geknotet werden. Um hier Kettenverschlüsse anzubringen, benötigt man Quetschkalotten, die auf den Draht gefädelt werden. Diese werden mit einer Crimp-Zange sicher verschlossen.