Keuchhusten - Impfung möglich

Die Kinderkrankheit Keuchhusten wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Der übliche Krankheitsverlauf lässt sich in drei Phasen gliedern. Aber auch hier gibt es eine Impfung


Der Keuchhusten (Pertussis) ist eine langwierige bakterielle Infektion der Atemwege, von der besonders Babys und Kleinkinder betroffen sind. Ein Charakteristikum dieser Erkrankung sind keuchende Atemgeräusche, die nach krampfartigen Hustenanfällen auftreten. Die Pertussis kann zu Atemstillstand und im schlimmsten Fall zum Tode führen, jedoch liegt die Sterberate bei lediglich einem Prozent.

Aufgrund der charakteristischen Hustenattacken ist die Pertussis leicht zu diagnostizieren. Keuchhusten wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Niesen, Husten und Sprechen. Der Krankheitsverlauf lässt sich dreifach gliedern.

In der ersten Phase, die etwa nach ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung einsetzt, weist das Kind grippeähnliche Symptome wie Fieber, laufende Nase und schlimmen Husten auf. Nach etwa einem Monat verschlimmern sich die Hustenanfälle und es kommt zum auffälligen lauten Keuchen. Dabei könnte das Kind glasigen Schleim hervorwürgen oder sich nachfolgend übergeben. Nach rund acht Wochen setzt die dritte Phase ein, in der die Hustenanfälle abnehmen und das Kind nicht mehr ansteckend ist. Nach dem überstandenen Keuchhusten ist das Kind rund drei Jahre immun.

Im Falle einer Erkrankung hilft eine etwa zweiwöchige Behandlung mit Antibiotika. Sollte der Keuchhusten rechtzeitig diagnostiziert werden, kann durch die medikamentöse Behandlung der Krankheitsverlauf gemildert und gar verkürzt werden. Während der Erkrankung sollte man das Kind warm anziehen und nachts für eine kühle Raumluft sorgen. Das Kind sollte viel und regelmäßig trinken und weiche Nahrung zu sich nehmen. Außerdem sollte man das Kind in der Inkubationszeit von Altersgenossen und alten Menschen fern halten.

Der wirksamste Schutz vor dem Keuchhusten ist jedoch eine vorausgegangene Impfung, die man ab dem dritten Lebensmonat dreimal in Abständen von vier Wochen durchführen lassen sollte. Die vierte Impfung sollte im zweiten Lebensjahr erfolgen. Außerdem wird eine Auffrischimpfung zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr, sowie eine weitere zwischen dem elften und zwölften Lebensjahr empfohlen. Dieser Impfschutz besteht jedoch nicht ein Leben lang, sondern nur vorübergehend.

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