Holzarten erklärt: Kiefernholz

Die Kiefer findet man hauptsächlich in nördlichen Gebieten. Unter anderem werden Fenster, Türen und auch Fußböden aus dem weichen Kiefernholz hergestellt.


Lateinischer Name: Pinius sylvestris. Herkunft: Europa, besonders Nordeuropa und Polen, Sibirien. 

Beschreibung von Farbe und Struktur

  • Kiefernholz ist gelblich-rot, wobei der Splint oft sehr breit und etwas heller als das Kernholz ist. Bei Frischholz fallen die Unterschiede häufig nicht auf, was sich aber nach Lagerung und vor allem durch Lichteinwirkung schnell ändert. Dann wird das dunklere Kernholz stark sichtbar und kann eine dunkelgelbe und rotbraune Farbe bekommen. 
  • Es ist einseitig scharf begrenzt und weist Harzkanäle auf. Das Splintholz bleibt meistens hellgelb und weist lediglich eine rötliche Tönung auf. 

Weitere Informationen

  • Die Kiefer gehört mit nahezu 100 verschiedenen Arten (unter anderem Nordische Kiefer, Polnische Kiefer) zu den am weitesten verbreiteten Nadelhölzern. Sie kommt hauptsächlich auf der nördlichen Halbkugel vor, bevorzugt in Ebenen und Gebirgstälern, und erreicht eine Maximalhöhe von 30 Metern, wobei sie bis auf 20 Meter Höhe astfreie Stämme hat. Wenn sie auf guten Böden wächst, kann sie mitunter eine Höhe von 45 Metern erzielen. 
  • Der Durchmesser liegt bei 40 bis 100 Zentimetern. Je nach Standort gibt es unterschiedliche Wuchsformen und Qualitäten. Allgemein haben Kiefern einen geraden Wuchs sowie eine schirmförmig abgerundete Baumkrone und werden bis zu 600 Jahre alt. 
  • Die Kiefer ist ein sehr anspruchsloser Baum, weil sie nur geringe Nährstoffansprüche hat. Sie kann auf trockenen Sandböden und sogar Sanddünen wachsen. Von Natur aus würde sie auf trockenen oder nassen Extremstandorten vorkommen, in anspruchsvolleren und hochwertigeren Bereichen würde die Fichte ihr allerdings den Platz streitig machen.

Verwendung von Kiefernholz

  • Kiefernholz ist mäßig hart und mäßig spaltbar. Zudem ist das Holz sehr beständig und witterungsfest. Die Kiefer ist allerdings anfällig für Insekten- und Pilzbefall. 
  • Die Kiefer ist mit verschiedenen Werkzeugen leicht zu verarbeiten. Bohren, Fräsen, Hobeln und Sägen ist gut zu bewerkstelligen. Drechseln, Messern und Schälen funktioniert ebenfalls. Vorsicht ist lediglich hinsichtlich des Harzgehaltes geboten. 
  • Das betrifft auch die Oberflächenbehandlung: Grundsätzlich ist Kiefernholz schlecht polierbar. Bei Beizungen und bei starker Wärmeeinwirkung muss eine Entharzung durchgeführt werden. Eine gute und haltbare fungizide Behandlung muss bei gestrichenen und naturbehandelten Arbeiten erfolgen, die Nässe beziehungsweise Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Stark harzhaltige Baumstücke sollten, um Schwierigkeiten zu vermeiden, daher nicht verarbeitet werden. 
  • Das Holz der Kiefer ist vielseitig verwendbar: als Nutz- oder Bauholz, für Fenster, Türen, Fußböden, Rollläden, Parkett und den Innenausbau. Des Weiteren wird es im Boots-, Schiffs- und Waggonbau sowie für Erd- und Wasserbauten (Rammpfähle) verwendet. In der Möbelproduktion dient es als Furnier oder Sperrholz.