Kilometergeld bei der Steuererklärung angeben - Anleitung und Zweck

Steuerpflichtige, welche das Kilometergeld bei der Steuererklärung angeben wollen, können im Veranlagungsjahr 2010 ab dem ersten Entfernungskilometer rechnen.


Um Kilometergeld bei der Steuererklärung angeben zu können, kann auf § 9 des Einkommensteuergesetzes verwiesen werden. Die sogenannte Entfernungspauschale, welche der Arbeitnehmer für den täglichen Weg zur Arbeitsstätte zurücklegt, kann unabhängig von tatsächlich entstandenen Kosten, ab dem ersten Entfernungskilometer abgezogen werden. Dabei ist nicht von Bedeutung, welches Verkehrsmittel gewählt wurde. Die Entfernungspauschale ist verkehrsmittelunabhängig, auch wenn der Weg zur Arbeit zu Fuß erfolgt. Für die gesamte Wegstreck, also Hin- und Rückweg, können 0.30 Euro pro Entfernungskilometer angesetzt werden. Dies ist auch dann der Fall, wenn kein eigener PKW zur Verfügung steht, sondern öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden.

Zum Wohle der Umwelt
Sollten Sie sich entschieden haben, den Weg zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen, können die Kosten, welche für die öffentlichen Verkehrsmittel anfallen, als Kilometergeld bei der Steuererklärung angeben werden. Es ist damit ein Ansatz über die Entfernungspauschale möglich. Damit will der Gesetzgeber erreichen, dass die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln attraktiver wird. Wie bei allen Werbungskosten muss auch hier, ein Nachweis, über die getätigten Aufwendungen erfolgen. Es sollten also alle Fahrkarten aufbewahrt werden, damit Sie das Kilometergeld bei der Steuererklärung angeben können.

Berechnung der Entfernungspauschale
Um das Kilometergeld bei der Steuererklärung angeben zu können, muss eine einfache Multiplikation durchgeführt werden. Dazu multiplizieren Sie Ihre Zahl der Arbeitstage mit den Entfernungskilometer, dass Ergebnis wiederum wird mit 0,30 multipliziert. Das Ergebnis stellt die Entfernungspauschale dar, welche in der Einkommensteuererklärung angegeben werden kann. Es ist wichtig, dass bei der Angabe der Entfernungskilometer, die kürzeste Strecke zur Arbeit angegeben wird, unabhängig von der tatsächlich gewählten Strecke. Für Reisen mit dem Flugzeug, welche im Rahmen der Berufstätigkeit zurückgelegt werden, gilt auch im Veranlagungsjahr 2010, dass ein Ansatz als Werbungskosten nur durch einen Einzelnachweise erfolgen kann (Flugticket). Für Arbeitnehmer, die im Rahmen von Sammelbeförderungen zur Arbeit gelangen, und die Sammelbeförderung für den zu Befördernden kostenfrei ist, ist ein Ansatz von Werbungskosten (Entfernungspauschale) nicht möglich. Sollte hier allerdings Zuzahlungen geleistet werden, können diese als Werbungskosten angesetzt werden. Den Weg, welchen Sie zur Sammelbeförderungsstelle zurücklegen, können Sie allerdings ansetzen. Die Angabe zur Sammelbeförderung wird im Rahmen der Lohnsteuerbescheinigung durch den Arbeitgeber vorgenommen. Auf der Seite zwei der Anlage N, im sogenannten Elsterformular, kann die Entfernungspauschale eingetragen werden. Zu beachten ist, dass die Höchstgrenze welche als Kilometergeld bei der Steuererklärung angegeben werden kann bei 4.500 Euro liegt.