Was man Kindern von klein auf an guten Umgangsformen mitgibt, prägt oft in nicht zu geringem Maße deren soziales Verhalten. Der Umgang mit anderen Menschen fällt wesentlich leichter, wenn ein gewisses Maß an Manieren vorhanden ist. Dies setzt natürlich voraus, dass die Eltern ihrem eigenen Verhalten kritisch gegenüberstehen und beispielhaft das umsetzen, was sie von ihrem Sprössling verlangen. Die ersten Dinge, die einem Kind beigebracht werden, sind häufig die höflichen Grundformeln des Bedankens, Bittens und Grüßens.
Das Begrüßen
Erwachsene erwarten immer, wenn sie auf Kinder treffen, dass diese sie höflich und respektvoll, vor allem aber als erste Grüßen. Viele Kinder sagen zunächst nichts, sei es aus Schüchternheit einem Fremden gegenüber oder weil sie noch nicht wissen, was erwartet wird. So etwas hinterlässt meistens zunächst einen schlechten Eindruck und ist den Eltern peinlich. Besonders wenn dazu eine Bemerkung kommt, wie „Ihr Sohn ist aber noch nicht gut erzogen!“. Leider erwartet so mancher Erwachsene von einem Kind Höflichkeit, obwohl er es seinerseits von oben herab behandelt. Das merken Kinder selbstverständlich und können nur schwer begreifen, warum von ihnen etwas anders verlangt wird. Hier müssen Eltern viel Erklärungsarbeit leisten und am besten selbst immer als gutes Beispiel vorangehen.
Wie Kinder richtig grüßen
Es heißt also, dass Kinder bei einem Zusammentreffen mit Erwachsenen, diese zuerst höflich begrüßen und dabei auch freundlich Blickkontakt aufnehmen sollten. Die Hand sollen Kinder dem Erwachsenen erst geben, wenn die Person sie ihm entgegenstreckt. Ein freundliches Kopfnicken beim Grüßen unterstützt einen freundlichen Blick zusätzlich. Wenn das Kind sitzt und ein Erwachsener kommt hinzu, sollte es zum Grüßen aufstehen. In dem Fall, wo Menschen am Tisch sitzen, grüßt unabhängig vom Alter grundsätzlich die Person zuerst, die neu hinzukommt. Diese Grundregeln klingen sehr steif und sollten dem Kind nicht gleich auf diese Weise eingeimpft werden. Viel wichtiger ist es dem Kind verständlich zu machen, dass man Menschen, die man kennt immer grüßen sollte, da man ansonsten deren Gefühle verletzt, wenn man sie ignoriert. Dabei ist es nicht wichtig ob man „Hallo“ oder „Guten Tag“ sagt, sondern dass man es überhaupt macht. Auch die Regel, dass man grundsätzlich zuerst grüßt, wenn die andere Person älter ist, sollte vernünftig erklärt werden. Zum Beispiel kann man sagen, dass ältere Menschen schon mehr erlebt haben und man auf diese Weise Respekt vor ihnen zeigt.