Kinder: Schlaf

Fast nichts ist so wichtig wie der Schlaf. Kinder kann man genau wie Erwachsene in unterschiedliche Schlaftypen einteilen.


Bis ein Kind abends ohne Probleme ein- und dann die ganze Nacht durchschläft, können Monate, ja sogar Jahre, vergehen. Manche Kinder schlafen schon mit einem halben Jahr von abends 8 Uhr bis morgens 7 Uhr durch, andere tun sich wesentlich schwerer mit der Nachtruhe. Wie bei Erwachsenen gibt es eben auch bei Kindern unterschiedliche Schlaftypen.

Feste Schlafzeiten
Etwa mit einem halben Jahr kann ein Baby Tag und Nacht voneinander unterscheiden und beginnt langsam, feste Schlafzeiten zu entwickeln. Sie können ihm dabei helfen, indem Sie es mittags und abends immer zur gleichen Zeit hinlegen. Das erleichtert dem Baby, seine innere Uhr "einzustellen".

Kinder Schlaf: Rituale helfen
Einschlafrituale, wie z. B. ein Schlaflied, ein kleines Fingerspiel oder ein "Tänzchen", erleichtern das Ins-Bett-bringen. Hat sich das Baby einmal daran gewöhnt, wird es dieses Ritual immer wieder einfordern. Kinder lieben das Bekannte, Regelmäßige und immer Wiederkehrende. Das kann dazu führen, dass Sie Monate lang jeden Abend das selbe Buch vorlesen oder das selbe Lied singen müssen.
 
Im Bett einschlafen
Wichtig ist, dass das Baby lernt, in seinem Bett selber einzuschlafen. Jedes Kind hat in der Nacht Phasen, in denen es wach wird und auch selbst wieder in den Schlaf finden muss. Problematisch kann das werden, wenn das Baby gewöhnt ist, regelmäßig in den Schlaf geschaukelt oder getragen zu werden bzw. ausschließlich an der Mutterbrust einzuschlafen. Beim Wachwerden in der Nacht wird es unter Umständen genau diese Einschlafbedingungen einfordern. Natürlich sollte man bei solchen Regeln immer auch Ausnahmen einräumen. Ein Kind, das zahnt, krank ist oder gerade einen Entwicklungsschub durchmacht, schläft schlechter und braucht auch nachts Zuwendung.

Kinder Schlaf: Alle schlafen schon
Kleinere Kinder, die abends "hibbelig" im Bett herumturnen, lassen sich oft beruhigen und auf die Nacht einstimmen, wenn man ihnen erzählt, wer schon alles eingeschlafen ist, und das möglichst mit einschläfernder monotoner Stimme: "Die Oma schläft schon, und der Opa schläft schon, und der Bello schläft schon ." Diese Aufzählung kann sämtliche Freunde, Verwandte, Haus- und Stofftiere mit einbeziehen.

Nächtliche Mahlzeiten
Ältere Babys, die nachts regelmäßig wach werden und nicht von selbst wieder einschlafen, sollten nicht automatisch mit einer Milchflasche oder der Mutterbrust beruhigt werden. An die nächtliche Verpflegung gewöhnt sich das Kind nämlich recht schnell – mit dem Ergebnis, dass die Windel mitten in der Nacht prall gefüllt ist, was dann wiederum den Schlaf stört. Außerdem erschwert das dem Kind, einen Tag-Nacht-Rhythmus zu entwickeln, denn dazu gehört ja auch, dass die Verdauung nachts auf "Sparflamme" umschaltet. Lieber etwas Wasser oder dünnen Tee, z. B. Fencheltee, anbieten. Babys sind etwa mit acht bis neun Monaten soweit, dass sie nach einer abendlichen Flasche die Nacht ohne weitere Zwischenmahlzeiten überstehen. Bei kleineren Kindern, die noch gestillt werden, sind die nächtlichen Mahlzeiten dagegen völlig normal.