Geht es um Infektionen, ist man oft viel zu schnell bei der Hand mit der Verordnung von Antibiotika. Manchmal werden Antibiotika sogar unsinnigerweise bei Virusinfektionen verabreicht, obwohl hinlänglich bekannt sein dürfte, dass sie ausschließlich wirksam bei bakteriellen Infekten sind. Und in der heutigen Zeit, da man bereits mit der Nahrung völlig unkontrolliert Spuren von Antibiotika aufnimmt, stellen sich einige bekannte Antibiotika bereits als wirkungslos heraus, da Bakterienstämme längst resistent geworden sind. Im ungünstigen Fall braucht es mehrere Sorten verschiedener Antibiotika, bis man eines gefunden hat, das noch wirksam ist. In Krankenhäusern hat dies manchmal fatale, will heißen, letale Folgen.
Antibiotika und Kinder
Schon aus diesem Grunde sollte man gut haushalten mit ihrem Einsatz. Bis hierhin bewegen wir uns noch im gemeinhin bekannten Rahmen. Was der Einsatz von Antibiotika allerdings alles mit sich bringt, das dürfen Sie gerne hier mal lesen. Sollten Sie sogar, bevor Sie Ihr Kind dem Teufelskreis aussetzen, der unweigerlich folgt, aber konsequent verschwiegen wird. Immerhin sorgen diese „Begleitumstände“ schlussendlich auch dafür, dass der Patient in absehbarer Zeit wieder im Wartezimmer sitzt mit der nächsten Infektion. Warum? Nun, das hat verschiedene Gründe.
1. In unserem Körper herrscht eine Symbiose. Das bedeutet, wir leben in Symbiose mit Mikroorganismen, die in uns wohnen, und uns wertvolle Dienste leisten. Die bekannteste Symbiose ist das Leben in unserem Darm. Dort besiedeln uns unzählige Stämme von lebenswichtigen Darmbakterien, ohne die wir unweigerlich sterben würden. Sie tragen eine Menge zu unserem Immunsystem bei, spalten Nährstoffe auf, beziehungsweise ermöglichen deren Aufnahme, sie bauen Giftstoffe ab, wandeln Mineralien in bioverfügbare, saure Mineralsalze um, bilden verschiedene Vitamine (B1, B2, B6, B12, Folsäure, Biotin und Pantothensäure) bilden Liposaccharide für´s Nervensystem, halten die Balance zwischen „Gut“ und „Böse“, sie sorgen für die lebenswichtige Darmbarriere, also die Grenze von unserem inneren Außen (Darmlumen) zu unserem inneren Innen (Blut, Organe, Gewebe) und vieles mehr. Letztendlich bilden sie antibiotisch wirkende Substanzen, um Erreger abzuwehren. Die Darmflora fördert die Bildung von Gallensäuren, die ihrerseits für die Verdauung wichtig sind. Über hochkomplizierte Zusammenhänge bildet eine gesunde Darmflora einen effektiven Krebsschutz. Und dabei hat jeder Mensch eine ziemlich einzigartige Zusammensetzung „seiner“ Darmflora, besonders die der Colibakterienrasse. Auf dem Geburtswege durch die Vagina der Mutter werden Milchsäure bildende Keime auf das Baby übertragen, die sich alsbald im gesamten Organismus ausbreiten. Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt gekommen sind, müssen ohne dieses „Startguthaben“ auskommen. Sie benötigen länger, bis sie ihre eigene ortsansässige Flora gebildet haben. Interessant ist es zu wissen, dass wir um ein Vielfaches mehr Mikroorganismen beherbergen als körpereigene Zellen.
Eine einzige Antibiose genügt, um die Darmflora in ihrer ursprünglichen, individuellen Zusammensetzung für immer und ewig zu zerstören! Ab jetzt können wir nur noch reparieren. Und das sei auch allerdringlichst angeraten nach jeder Antibiotikabehandlung. Geeignet sind Probiotika mit einem breiten Spektrum, möglichst noch mit zusätzlicher Nahrung für die überlebenden und neu angesiedelten Bakterien (Fructo-Oligosaccharose/FOS aus Inulin), also Präbiotika. Solch ein geeignetes Präparat sollte denn auch mindestens konsequent für 6 Monate eingenommen werden. Länger ist besser. (Menschen, denen der Appendix fehlt, sind übrigens gut beraten, immer ein Probiotikum einzunehmen, denn unser Wurmfortsatz ist die wichtigste Brutstätte der Colibakterien. Ohne die guten Colibakterien gibt es auch keine guten Bifidokeime. Menschen, denen dieser Wurmfortsatz operativ entfernt worden ist, leben mit einem größeren Krebsrisiko.) Ein Wort zu der Aussage: Pilze im Darm sind normal. Normal vielleicht, weil es heutzutage kaum einen Menschen gibt, der so gesund ist, dass sich in seinem Darm keine Pilze aufhalten. Physiologisch, also gesund, ist es damit noch lange nicht. Pilze haben in unserem Darm nichts verloren. Basta. Wer etwas anderes behauptet, sollte sich informieren über die Tatsachen.
Wer das Blut durch ein Dunkelfeldmikroskop betrachtet, weiß, dass eine Antibiose auch hier sichtbar bleibt, und das für eine sehr lange Zeit.
Weiter in die Tiefe möchte ich zu diesen Themen an anderer Stelle gehen. Dies soll für die Anschaulichkeit des Stellenwerts unserer ausgewogenen Darmflora genügen. Wie gesagt: eine einzige Antibiose reicht, die Darmflora nachhaltig zu (zer)stören. Die noch schlechtere Nachricht dabei ist, dass meist welche von den unerwünschten Keimen überleben, um dann gestärkt und resistent der nächsten Antibiose entgegenzuschauen. Das sind dann sozusagen die Gallier unter den Erregern. Es werden immer einige wenige der krankmachenden Bakterien sich irgendwo in einer Ecke verkrümeln, um dort unbeschadet die Antibiotikumattacke zu überleben. Kurze Zeit später kriechen sie gestärkt und resistent aus ihren Löchern wieder hervor, um neues Unheil anzurichten. Doch des einen Freud´, des anderen Leid. Die Wartezimmer sitzen voll….. „Anti bios“ bedeutet übersetzt: gegen das Leben, und genauso sollte man es auch verstehen. Zwar handelt es sich scheinbar „nur“ um böse Bakterien, die ein Antibiotikum abtötet, aber dem ist nicht so.
Um eines klarzustellen: es gibt Situationen, in denen diskutiert man nicht, sondern muss Leben retten und erhalten, und manchmal ist dies nur mit dem Einsatz von Antibiotika möglich. Dann, und nur dann sind sie sinnvoll. Von allen Antibiotikakuren, die verordnet werden, machen diese Fälle einen minimalen Prozentsatz aus. In den anderen Fällen ist man besser beraten, auf alternative Heilmethoden zurückzugreifen. Es gibt eine ganze Reihe von natürlichen Antibiotika, sollte ein antibiotischer Einsatz notwendig werden. Manchmal sind sie sogar die einzigen Mittel, die noch wirken auf Grund der ganzen Resistenzen auf synthetische Antibiotika.
Einige natürliche Antibiotika sind: Silberkolloid (Achtung: Nur echtes Silberkolloid ist gesundheitlich unbedenklich. Es ist flüssig, hat eine goldgelbe Farbe, und ist absolut rein ohne Zusätze), Olivenblattextrakt, Niemblattextrakt, Propolis, Knoblauch, Grapefruitkernextrakt, saures Anolythwasser, stabilisierter flüssiger Sauerstoff...
Bei starken Infekten ist manchmal eine hohe Dosierung notwendig, die mit einem fachkundigen Therapeuten abgesprochen werden sollte, bzw. unter dessen Begleitung durchgeführt werden sollte.
Diese natürlichen Antibiotika wirken weder zelltoxisch, noch richten sie die Darmflora hin.
2. Apropos zelltoxisch: kommen wir nun zu der verheerendsten Wirkung von synthetischen Antibiotika: In jeder unserer Körperzellen (außer in den roten Blutkörperchen) leben Mitochondrien. Und zwar weit über Tausend Mitochondrien pro Zelle, das weiß man inzwischen. Zwar lernen wir aus Biologiebüchern immer noch andere Mengenverhältnisse, aber hier sei auf die Arbeiten des Dr. Heinrich Kremer verwiesen. Die Mitochondrien versorgen uns über die ATP-Synthese mit Energie. Pro Tag werden davon etwa 70 Kilogramm produziert!!! Ohne Nahrung könnten wir viele Wochen überleben, ohne Wasser nur wenige Tage. Ohne Sauerstoff wenige Minuten, aber ohne ATP nur wenige Sekunden!
Die Mitochondrien sind evolutionsgeschichtlich betrachtet Bakterielle Endobionten. Das bedeutet, sie sind kleine Bakterien, die in unseren Zellkernen in friedlicher Koexistenz mit uns leben, und uns mit Lebensenergie versorgen. Aber: kleine Bakterien werden von Antibiotika gekillt!
Und das hat richtig weitreichende Folgen.
Zum einen kennt es wohl jeder, dass man sich nach einer Antibiose schlapp fühlt, eben nicht mehr so wie vorher. Dazu kommt aber, dass die dezimierten Mitochondrien nicht nur weniger Energie in Form von ATP produzieren können, sondern die gesamte Zellsymbiose gerät durcheinander. Diese Zusammenhänge sind sehr kompliziert, und sollen auch an anderer Stelle einmal näher erläutert werden.
Nur soviel sei gesagt: das subtile Gleichgewicht des Immunsystems gerät in die Schieflage. Und damit ist das Gleichgewicht zwischen TH1- und TH2-Zellen (T-Helferzellen) gemeint. Ist dieses Gleichgewicht in Richtung TH2-Dominanz verschoben, was Antibiotika provozieren, dann stehen Erkrankungen wie Allergien, Autoimmunerkrankungen und Krebs Tür und Tor offen. Ist das Ungleichgewicht soweit vorangeschritten, dass es keine ausgeprägten TH1-Zellen mehr gibt, sprechen wir vom klinischen Vollbild A.I.D.S., dem erworbenen Immunschwäche Syndrom. Dies sei erwähnt, um die Tragweite der TH1-TH2-Balance einmal zu verdeutlichen.
Fragen Sie sich nicht manchmal, warum so viele Kinder schon so früh so krank sind?
Bevor Sie Ihre Kinder diesen brachialen Mitteln aussetzen, erkundigen Sie sich, machen Sie sich schlau und autonom, vielleicht gibt es eine verträglichere Alternative. In vielen Fällen gibt es sie. Ihre Kinder werden Ihnen diese Mühe danken mit Gesundheit und Wohlbefinden, was letzten Endes auch zum Glück der Eltern beiträgt. Nicht wahr?
Vor allem sei noch auf eine gesunde, natürliche Ernährung hingewiesen, die viel Frisches enthält, wenig Zucker, wenig Weißmehl.
Ergänzen Sie die Nahrung Ihrer Kinder mit Vitaminen und Nährstoffen, so dass die Abwehr von Hause aus gestärkt ist. Das hält so manche Unbill von vornherein fern. Es gibt für Kinder ganz fantastische, natürliche Stärkungsmittel, die ihnen sogar schmecken. Probieren Sie es. Unsere Kinder tragen die Welt auf ihren Schultern, sie sind die Zukunft, und haben sowieso schon eine ganze Menge zu erdulden von den Missetaten einer skrupellosen, Profit orientierten Industrie-Minderheit. Schützen Sie unsere Kinder, diese wunderbaren Wesen! Das ist unsere Aufgabe!
Ihre Marlene
Für die Inhalte dieses Artikels ist die Verfasserin Marlene E. Kunold verantwortlich.