Kinder und Computer - wieviel PC verträgt das Kind?

Das Thema Computer und Kinder ist in unserem Medienzeitalter ein sehr wichtiges. Wieviel Zeit sollten die Kleinen am PC verbringen?


Die Welt der Technik ist schnelllebig und bunt. Elektronische Medien sind heute für jeden Menschen relativ leicht zugänglich. Das digitale Zeitalter macht auch vor Kinderzimmern nicht halt. Längst haben elektrisches Spielzeug, Handys und Computer den Teddy als Lieblingsspielzeug abgelöst. In Angesicht der Digitalisierung der Gesellschaft wird das Thema Computer und Kinder  immer wichtiger.

Kinder und Computer: Eine Altersfrage

  • Ab welchem Alter Kinder Schlüsselkompetenzen im Umgang mit Medien erlernen sollten ist umstritten und richtet sich nicht zuletzt nach der individuellen Reife des Kindes. Im Hinblick auf das Erlernen anderer wichtiger Kompetenzen raten einige Experten, Kinder bis zur Einschulung nicht unbedingt mit dem PC in Kontakt zu bringen. 
  • Dieser Empfehlung stehen Angebote auf dem Gebiet der Lernsoftware schon für Kinder ab 1,5 Jahren entgegen. Der Nutzen solcher Programme fraglich ist, da in diesem Alter wichtige kognitive Voraussetzungen noch gar nicht vorhanden sind. 

Wenn es soweit ist

  • Bemerken Eltern ein verstärktes Interesse ihrer Kinder für den Computer, sollten sie schrittweise mit der Heranführung beginnen. Für Vorschulkinder zwischen drei und sechs Jahren bieten Hersteller Lernprogramme an, die spielerisch durch Geschichten und Übungen an bestimmtes Wissen heranführen. Dies können beispielsweise Spiele mit Zahlen oder erste Annäherungen an das Alphabet sein. 
  • Auch Merk- und Geschicklichkeitsspiele werden angeboten, um die Konzentration und Koordination zu fördern. Wichtig bei der Auswahl der Software ist die gründliche Kontrolle der Eltern schon beim Kauf: Nutzen und Lernziel sollten klar erkennbar sein und dem Kind auf seinem Entwicklungsstand entgegenkommen. 

Dosierte Zeiten und Kindersicherung

  • Ebenso wichtig wie die Kontrolle der Inhalte und die Anwesenheit der Eltern ist das richtige Maß, denn täglich 20 bis 30 Minuten sind für Kinder unter sechs Jahren ausreichend. Danach kann diese Zeitspanne auch auf 45 bis 60 Minuten erhöht werden. Spätestens nach der Grundschulzeit, wenn auch schon einmal die Hausaufgaben am Bildschirm erledigt werden, sollten berufstätige Eltern, die nicht immer kontrollieren können, was genau ihr Kind am PC so treibt, über eine Kindersicherung nachdenken. Dies ist gerade bei internetfähigen Computern wichtig. Denn im World Wide Web haben Kinder ohne eine Inhaltskontrolle nichts zu suchen. Passende Programme gibt es auch als Freeware. Mit ihnen kann für jede einzelne Anwendung festgelegt werden, ob und wenn ja, wie lange sie benutzt werden darf. 
  • Auch der Zugriff auf bestimmte Webinhalte kann gesperrt werden. Durch das Festlegen eines Zeitkontos haben Eltern zudem die Gewissheit, dass ihr Nachwuchs sich während ihrer Abwesenheit nicht nur mit dem PC beschäftigt. Wenn die Zeitspanne begrenzt ist, nehmen Kinder auch andere Freizeitaktivitäten an, die sich ihnen täglich bieten. Denn die Entwicklung der Medienkompetenz ist nur ein Baustein auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Bei aller Begeisterung für die Möglichkeiten der Technik sollten Spielkameraden und Bewegung an der frischen Luft nicht in den Hintergrund treten.