Kinderbaugeld Baukindergeld

Familien mit Kindern werden vom Staat bei der Baufinanzierung besonders unterstützt. Der Antrag auf Kinderbaugeld kann gestellt werden, sobald der Bauantrag eingereicht.


Baukindergeld, auch "Kinderbaugeld" genannt, ist eine staatlich subventionierte Bauzulage. Durch das Baukindergeld soll es auch für finanziell schwächere Familien mit Kindern möglich gemacht werden, sich ein vertretbares Eigenheim leisten zu können.
 
Baukindergeld ist ein Jahresbetrag. Das bedeutet, dass der gesamte Jahresanspruch einmal jährlich ausgezahlt wird. Das Baukindergeld wird nicht unmittelbar nach seiner Bewilligung, sondern im Jahr der Fertigstellung des Wohneigentums und während der folgenden sieben Jahre gewährt.
 
Bei Erwerb einer schon bestehenden Immobilie wird das Baukindergeld im Jahr des Abschlusses des Kaufvertrags erstmalig ausgezahlt. Der Antrag auf Baukindergeld kann gestellt werden, sobald der Bauantrag bei der Baubehörde eingereicht oder der Kaufvertrag abgeschlossen ist.
 
Grundsätzlich gilt, dass das Baukindergeld für jedes kindergeldberechtigte Kind beantragt werden kann, das im Haushalt lebt. Bei getrennt lebenden Elternpartnern kann es nur einer erhalten.
 
Im Zuge der Neureformierung der Eigenheimzulage wurde das Baukindergeld in der bis dahin vorhanden Form abgeschafft. Dennoch sind weiterhin zahlreiche Fördermaßnahmen gerade für junge Familien möglich.

Auch wenn das Baukindergeld in seiner ursprünglichen Form abgeschafft wurde, so gibt es gerade für Familien mit Kindern auch in Zukunft vergleichbar attraktive Fördermöglichkeiten.

Rechtsanspruch auf Kinderbaugeld
besteht
, solange das Kind noch bei den Eltern lebt. Wenn es aber von zu
Hause auszieht und damit nicht mehr zum Haushalt der Begünstigten
gehört, ändert sich die Situation.
 
Grundsätzlich wird auch kein Kinderbaugeld mehr gezahlt, sobald der Kindergeldanspruch
entfällt. Gründe hierfür können das Überschreiten einer bestimmten
Altersgrenze oder ein eigenes Einkommen des Kindes sein. Früher endete
der Anspruch auf Kinderbaugeld spätestens beim Auszug des Kindes.
 
Gegen
diese Rechtsgrundlage klagte ein Vater, dessen Tochter inzwischen
auswärts studierte und an Wochenenden und in den Semesterferien in das
elterliche Haus zurückkehrte. Er bekam Recht. Die Richter des
Bundesfinanzhofs entschieden, dass es genügt, wenn das Kind, auf das
sich der Anspruch bezieht, zum Zeitpunkt der Anschaffung des
Wohneigentums zum Haushalt gehörte.
 
Für Objekte, die erst nach dem Auszug der Kinder gekauft oder erbaut wurden, kann also kein Kinderbaugeld bewilligt werden.
 
Ein
Sonderfall ist der Auszug eines Kindes, für das die Eltern noch
Kindergeld beziehen. Diese Situation kann sich beispielsweise durch eine
Scheidung ergeben. Der Elternteil, der in dem Objekt wohnen bleibt, hat
dann weiterhin ein Recht auf das Kinderbaugeld.
 
Da durch die Abschaffung der Eigenheimzulage das Baukindergeld ebenfalls mit abgeschafft wurde, sind Familien auf andere Förderprogramme angewiesen, die dem Kinderbaugeld aber in nichts nachstehen.

Die Höhe des Kinderbaugeld ist unveränderlich. Seit 2004 beträgt sie 800 € pro Jahr und Kind. Um diese Förderung
zu erhalten, müssen jedoch bestimmte Einkommensgrenzen eingehalten
werden. Wie hoch diese sind, hängt davon ab, wie viele Kinder in einem
Haushalt leben. Eine Rolle spielt auch, ob der Antragsteller verheiratet
oder alleinstehend ist.
 
Bei verheirateten Paaren mit einem
Kind darf das Bruttojahreseinkommen 170.000 € nicht übersteigen.
Ansonsten verlieren sie den Rechtsanspruch auf Baukindergeld. Ab dem
zweiten Kind sind bis zu 200.000 € pro Jahr zugelassen. Leben drei oder
mehr Kinder im Haushalt, so besteht ein Anspruch auf Kinderbaugeld bis zu einem Einkommen von 230.000 €.
 
Alleinstehende
mit einem Kind dürfen höchstens 100.000 € im Jahr verdienen. Sobald sie
zwei Kinder haben, liegt die Einkommensgrenze bei 130.000 €.
Kinderbaugeld für drei oder mehr Kinder wird nur bewilligt, solange das
Jahresbruttoeinkommen des alleinerziehenden Elternteils nicht über
160.000 € liegt.