Kindergeld Rückzahlung bei falschen Angaben

Eine Kindergeld Rückzahlung wird dann fällig, wenn man falsche Angaben gemacht hat.


Um Kindergeld zu erhalten, wird das Einkommen der Eltern und des Kindes (im Falle einer Beschäftigung) geprüft. Bei laufender Auszahlung muss die Familienkasse über sämtliche Veränderung innerhalb des Haushaltes informiert werden. Wurden hier Falschangaben gemacht, kann der Staat die ausgezahlte Summe zurückfordern. Anders als bei der Auszahlung wird die Kindergeld Rückzahlung in einem Betrag verlangt. Falls die Umstände eine einmalige Zahlung nicht erlauben, gewähren die Familienkassen auch eine verhandelbare Ratenzahlung.

Wann fordert der Staat das Kindergeld zurück?
In allen ausgeschriebenen Merkblättern der Familienkassen zum Thema Kindergeld wird darauf hingewiesen, dass bei einer Veränderung im Haushalt dies der Familienkasse mitgeteilt werden muss. Versäumt man diese Information gegenüber der Familienkasse und eine Überschreitung der Einkommensgrenze bei Eltern oder Kind liegen vor, kann das bereits ausgezahlte Kindergeld zurückgefordert werden. Wurden schon bei Antragsstellung Informationen beschönigt, die zur Bemessung des Betrages wesentlich sind, kann auch hier der Bescheid auf Rückzahlung auf Sie zukommen.

Weitere Verfolgung
Über die Rückerstattung hinaus müssen Sie mit einer Geldbuße aufgrund einer begangenen Ordnungswidrigkeit rechnen. Auch kann es zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen, da es sich bei der Verschleierung seiner Einkünfte auch um eine Steuerhinterziehung handelt.

Widerspruch
Wer seines Erachtens zu Unrecht einen Bescheid über die Rückerstattung des Kindergeldes bekommen hat, kann Widerspruch einlegen. Zudem sollten Sie sich durch einen Anwalt vertreten lassen, da dieser sich dem individuellen Fall annehmen kann. Als „unzulässig“ deklarierte Widersprüche lassen den Bescheid über die Kindergeld Rückzahlung rechtskräftig werden.

Fallen
Obwohl auch dies in den Merkblättern der Agentur für Arbeit ausreichend behandelt wird, überliest man schnell, dass im Falle eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst der Arbeitgeber und nicht mehr die Familienkasse das Kindergeld auszahlt. Wechseln Sie also in den öffentlichen Dienst, ist das Kindergeld schon in ihrem Lohn enthalten und muss bei der Familienkasse abgemeldet werden. Beachtet man diesen Hinweis nicht und versäumt die Abmeldung, kassiert man (unwissendlich) doppelt Kindergeld, was über kurz oder lang der Behörde auffällt.