Kinderhilfsorganisationen – so kommt meine Spende auch an

Worauf man achten sollte, wenn man Kinderhilfsorganisationen mit Spenden unterstützen möchte und sicher gehen will, dass das Geld auch an das richtige Ziel kommt


Kinderhilfsorganisationen haben es sich zum Ziel gesetzt, die Chancen von Kindern auf der ganzen Welt zu verbessern, damit die späteren Generationen aus dem ewigen Kreislauf von mangelnden Bildungschancen, Armut und Hunger ausbrechen und sich selbständig entwickeln können. Dabei sind Kinderhilfsorganisationen auf die Unterstützung möglichst vieler Spender angewiesen. In manchen Fällen haben Negativschlagzeilen allerdings aufgezeigt, dass Spenden teilweise nicht dort ankommen, wofür sie gedacht waren, sondern in dubiosen Kanälen versickern. Das verunsichert Spender und führt zu einem ungewollten Rückgang der so dringend benötigten Gelder und Sachspenden. Wenn man allerdings einige Dinge berücksichtigt, kann man bedenkenlos weiter spenden, denn dann ist sichergestellt, dass die Spenden auch wirklich ankommen.

Seriöse von unseriösen Kinderhilfsorganisationen unterscheiden

Nicht nur in der Vorweihnachtszeit werben Kinderhilfsorganisationen vermehrt um die Spenden möglichst vieler Menschen. Dann ist die Hilfsbereitschaft vieler Menschen besonders hoch, was auch unseriöse Institute schamlos ausnutzen. Mit Mitleid erregenden Elendsbildern von armen Kindern gehen sie auf Spendenfang – oftmals mit Erfolg. Nur die Spenden kommen niemals vor Ort an und helfen keinem einzigen Kind. Aus diesem Grunde hat das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen, kurz DZI, einige Merkmale herausgegeben, woran man seriöse Institutionen von unseriösen unterscheiden kann. Seriösen Kinderhilfsorganisationen wird der sachgemäße Umgang mit Spendengeldern durch das DZI-Spendengütesiegel bescheinigt. Auf das DZI-Zeichen sollten Spender als erstes achten. Daneben gibt es auch noch andere Zeichen: Seriöse Kinderhilfsorganisationen werben nicht mit Elendsbildern von Kindern. Institutionen, die Kinder abbilden, die mit ausgezehrten Körpern, aufgeblähten Bäuchen und Fliegen übersät auf ausgetrocknetem Boden sitzen, wollen mit Schockbildern schneller die Spendenbereitschaft auslösen. DZI geprüfte, seriöse Instituten verzichten auf solche Bilder. Auch werden seriöse Institute kaum an das Mitleid der Menschen appellieren, sondern sachlich und rational über ihre Arbeit und die Notwendigkeit zu Spendengeldern berichten. Seriöse Kinderhilfsorganisationen geben darüber hinaus Auskunft über die verwendeten Spendengelder in Form von Jahresberichten und anderen Informationsmaterialien.

Was kann der Spender tun, damit seine Spenden auch wirklich ankommen?
In erster Linie sollte nicht leichtfertig gespendet werden, das bedeutet keinem spontanen Impuls zu folgen. Stattdessen sollte Spenden eine bewusste und rationale Entscheidung sein. Dazu sollte man sich bei verschiedenen Kinderhilfsorganisationen erkundigen und Informationsmaterial über die jeweiligen Projekte vor Ort anfordern. Auch sollte man einen Blick in die Jahresberichte werfen und die Verwendung der Spendengelder begutachten. Jedes Institut muss diese offenlegen. Es können nicht einhundert Prozent der Spendengelder in den Hilfsprojekten ankommen, aber ein möglichst großer Anteil. Manche Kinderhilfsorganisationen mit DZI-Siegel wirtschaften so optimal, dass auf den bürokratischen Apparat nur etwas drei Prozent entfallen und der Löwenanteil in den Projekten ankommt. Das findet man aber nur heraus, wenn man sich die Institute genau anschaut und Vergleiche zieht. Es gilt ebenso herauszufinden, was für ein Spendentyp man selbst ist. Will man nur einmal im Jahr einen bestimmten Betrag spenden, oder unterstützt man lieber mit einer monatlich festen Summe regelmäßig ein Projekt? Je nachdem kann man zwischen einem Spendenaufruf und einer Patenschaft unterscheiden.

Lieber einmal zu viel nachfragen
Wichtig ist hierbei, dass seriös arbeitende Kinderhilfsorganisationen zu jedem Zeitpunkt Rechenschaft über ihre Arbeit und ihre Finanzen ablegen. Auch stehen diese für Auskünfte zur Verfügung. Aus diesem Grunde sollte man sich zuerst gründlich informieren und alle Auskünfte mit den eigenen Spendenvorlieben abgleichen. Dann braucht man nur noch die DZI-Tipps beachten und kann bedenkenlos spenden. Kinderhilfsprojekte sind auf die Hilfe der Bürger angewiesen und werden verantwortungsvoll mit den Geldern umgehen.