Kinderkleidung und Spielzeug aussortieren

Mit zunehmendem Alter wachsen Kinder förmlich aus ihren alten Sachen heraus. Meist ist die Hürde groß, ob aus emotionalen oder anderen Gründen, sich von dem alten Spielzeug und der alten Kinderkleidung zu trennen. Dabei kann das Aussortieren und Weitervermitteln sogar Geld in die Haushaltskasse bringen.


Pixabay.com © WikiImages (CC0 1.0)

Mit jedem Geburtstag und jedem Weihnachts- und Osterfest kommen zahlreiche neue Spielsachen oder Klamotten für Kinder zusammen. Alles häuft sich in den Kinderzimmern und selbst im Keller scheint die letzte freie Ecke ausgefüllt zu sein. Je älter die Kinder werden, desto weniger spielen sie mit den alten Spielsachen und umso weniger passen sie in die Klamotten von früher. Höchste Zeit, Platz zu schaffen und einmal gründlich aufzuräumen. Denn mit ein wenig Aufwand werden nicht nur die Wohnung und die Kinderzimmer wieder übersichtlicher – mit etwas Geschick kann sogar der eine oder andere finanzielle Vorteil daraus resultieren.

Kinder in das Vorhaben involvieren

  • Steht das Vorhaben fest, alte Sachen auszusortieren, sollte in zunächst mit den Kindern darüber gesprochen werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte das Aussortieren alter Klamotten kein Problem darstellen, beim Thema Spielzeug hingegen wird es oft schwieriger.
  • In den meisten Fällen werden nur Kompromisse helfen. Demnach sollte dem Kind eine Auswahl an Lieblingsspielsachen bleiben, da gerade für Kinder beispielsweise Kuscheltiere einen hohen emotionalen Wert besitzen.
  • Für das Aussortieren bietet es sich an, nach einem bestimmten Muster vorzugehen, indem zum Beispiel nach vier Aspekten getrennt wird: unbrauchbares Spielzeug, kaputtes Spielzeug, das repariert werden soll, funktionierendes Spielzeug, das nicht mehr gebraucht wird sowie heiles und intaktes Spielzeug, das das Kind behalten möchte.
  • So könnte auch bei den Klamotten getrennt werden, wobei hierbei vor allem eine Rolle spielt, ob die Kleidungsstücke noch passen. So kann beispielsweise unter folgenden Gesichtspunkten sortiert werden: zu kleine Kleidung, kaputte Kleidung, intakte Kleidung, die nicht mehr gefällt, Kleidung, die behalten wird. Wichtig ist in jedem Fall, genau zu prüfen, in welchem Zustand sich das Spielzeug und die Kleidungsstücke befinden.

Altes Spielzeug nicht wegschmeißen

  • Eine einfache Möglichkeit, gebrauchtes Spielzeug nicht wegschmeißen zu müssen, ist es, dieses in der Verwandtschaft oder im Bekanntenkreis zu verschenken. Hierfür sollte sich im sozialen Umfeld umgehört werden. Vielleicht wünscht sich das eine oder andere Kind genau das eine oder andere aussortierte Spielzeug.
  • Eine weitere schöne Möglichkeit ist die Spielsachen an NGOs oder andere Institutionen sowie Einrichtungen zu spenden. Natürlich müssen die Gegenstände hierfür in einem einwandfreien Zustand sein. Im Vorfeld ist es allerdings wichtig, sich über die Möglichkeiten zu informieren. Nicht jede Organisation nimmt Sachspenden an. Wer gern in der Region oder lokal helfen möchte, kann sein Spielzeug auch an die örtlichen Kindergärten oder Kinderhilfswerke verschenken. Doch hier sollte unbedingt vorher mit den Verantwortlichen der jeweiligen Einrichtung gesprochen werden, da nicht immer Platz für zusätzliche Spielsachen vorhanden ist.
  • Es existieren mittlerweile fast zu jedem Spielzeug Sammler, die mitunter nicht wenig dafür bereit sind zu zahlen. Allerdings muss es sich dabei meist um ein seltenes, heiles und sogar noch in der Verpackung befindliches Spielzeug handeln. Bei Unsicherheit über den Wert eines außergewöhnlichen Spielzeugs können Online-Recherchen betrieben oder sogar ein Gutachter befragt werden.
  • Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter, über die alte Spielsachen verkauft werden können. Insbesondere für Spielekonsolen und Games lassen sich mitunter gute Preise erzielen. So können unter www.momox.de beispielsweise alte Konsolenspiele einfach und ohne großen Aufwand verkauft werden. Auch anhand von weiteren Portalen kann die eigene Haushaltskasse oder das Taschengeld des Kindes aufgebessert werden. Letzteres dürfte die Motivation, beim Aussortieren zu helfen, erheblich erhöhen.
  • In Deutschland verfügt jede größere Stadt mittlerweile über zahlreiche Secondhand-Shops. Viele dieser Anbieter nehmen auch alte Spielsachen an. So gibt es beispielsweise spezialisierte An-und-Verkaufsläden, die beispielsweise nur alte PC-Spiele kaufen. Nähere Informationen lassen sich am besten über das Internet finden.

Mit ausrangierter Kinderkleidung mehr Geld in die Haushaltskasse bringen

  • Ähnlich wie bei Spielsachen können auch bei den Kleidungsstücken zunächst Verwandte und Bekannte gefragt werden, ob sie eine Verwendung für die Sachen haben. Besonders Baby- und Kleinkindersachen finden meist mehrere Abnehmer, da Kinder in dieser Zeit schnell wachsen und ohnehin des Öfteren neue Kleidung gekauft werden muss.
  • Auch der Verkauf in einem Secondhand-Shop bietet sich an. Hier ist der Zustand der Kleidung ausschlaggebend für einen erfolgreichen Handel, wobei viele Shops mittlerweile einen Pauschalpreis für eine Kiste Kleidung bezahlen. Demnach sollte dem Verkäufer eine größere Anzahl an Kleidung geboten werden können.
  • Der Online-Verkauf dürfte hingegen schwierig werden, da der konkrete Zustand von den potentiellen Käufern nicht überprüft werden kann. Aber auch hier gibt es mittlerweile immer mehr Anbieter, die eine Art Secondhand-Online-Shop bieten. Allerdings bleibt abzuwarten inwieweit hier der Verkauf von Kindersachen Anklang bei den Nutzern findet.
  • Spenden sind zwar möglich, allerdings sollte dies nicht direkt bei den jeweiligen Institutionen erfolgen, sondern bei den öffentlichen Altkleidersammlungen. Die Kleidungsstücke werden zentral sortiert und an die jeweiligen Stellen weitergegeben. So wird zum einen verhindert, dass nicht vermittelbare Spenden an die Institutionen gehen, zum anderen werden aus den defekten Stoffen beispielsweise Beutel oder Taschen gefertigt. So wird dank Recycling zugleich die Umwelt geschont.
  • Schließlich können die Stoffe der ausrangierten Kinderkleidung auch fürs Nähen genutzt werden. Kreative können so zum Beispiel Taschen, Kissenbezüge oder neue Spielsachen für die Kinder nähen. Beispiele gibt es unter http://kreativfieber.de. Zum anderen wird auch hier nachhaltig mit den Werkstoffen umgegangen.