Kinderversicherung

Familien sollten über eine Kinderversicherung nachdenken, damit die Zukunft gut beginnt.


Als Eltern will man Kinder vor Gefahren möglichst beschützen. So ganz ist das aber leider nie möglich. Versicherungen kennen genau diese Sorgen aller Eltern und wissen um den Beschützerinstinkt der Mütter und Väter. Deswegen gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Versicherungen speziell für Kinder. Aber ist es zum Beispiel sinnvoll, bereits für ein Baby eine Rentenversicherung abzuschließen? Sollte man bereits im Säuglingsalter an die Studienfinanzierung des Kindes denken? Im Folgenden werden verschiedene Versicherungen vorgestellt: solche, die wirklich Sinn haben und solche, die eher überflüssig sind und mit der Angst der Eltern spielen.

Unfall oder Invalidität – Kinderversicherung sinnvoll?
Um für den Fall der Fälle vorzusorgen, gibt es zum Beispiel die private Unfallversicherung. Anders als die gesetzliche deckt sie nicht nur teilweise Gefahren ab, sondern ist breiter angelegt. Bei einer Erwerbsunfähigkeit des Kindes zahlt sie außerdem deutlich mehr als die gesetzliche Versicherung. Um seine Kinder vor möglichen Behinderungen durch Krankheiten abzusichern, gibt es noch eine besondere Invaliditätsversicherung. Die ist aber leider recht teuer. Generell ist zu überlegen, ob solche Versicherungen wirklich notwendig sind, oder ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung zum Ausbildungsbeginn ausreicht.

Haftpflichtversicherung notwendig – für die Eltern
Unverzichtbar ist eine Haftpflichtversicherung, für den Fall, dass Ihr Kind einen Schaden anrichtet – ansonsten haften Sie möglicherweise ein Leben lang für einen größeren angerichteten Schaden, der nur eine Dummheit oder ein Missgeschick war. Damit würden Sie Ihre gesamte Existenz bedrohen. Zur Haftpflicht gibt es gute Nachrichten: Ihr Kind ist bis zum Ende seiner Ausbildung über Sie mitversichert. Allerdings werden Kinder erst ab sieben Jahren haftbar gemacht – im Straßenverkehr sogar erst mit zehn Jahren. Gegen einen Aufpreis können Sie jedoch Ihre jüngeren Kinder mitversichern.

Übervorsichtigkeit schuld an Überversicherung?
Grundsätzlich sind die Deutschen überversichert. Deswegen sollten Sie prüfen, welche KInderversicherung für Sie und Ihr Kind wirklich wichtig ist. Bei Renten-, Ausbildungs- und Lebensversicherungen geht es zum Beispiel darum, Geld für Kinder anzusparen. Meist kann man das jedoch ohne Versicherung einfacher und flexibler machen. Alternativen sind zum Beispiel Bausparverträge oder Bundesschatzbriefe, die meist ertragreicher sind als spezielle Versicherungen. Eigentlich ist es logisch: Um für das Kind Geld anzusparen, braucht man keine Hilfe der Versicherungen. Auch gilt der Grundsatz: Sind Sie als Eltern selbst gut versichert, ist es Ihr Kind auch. Unersetzlich sind daher die private Haftpflichtversicherung und eine Berufsunfähigkeitsuntersuchung. Wohlgemerkt: für die Eltern! Eine Risiko-Lebensversicherung ist ebenfalls wichtig. Hier wird entweder dem Kind oder dem verwitweten Elternteil bei einem Todesfall ein größerer Betrag ausgezahlt.