Kinderwunsch bei Progesteronmangel: Eine häufige Ursache bei Sterilität

Vom Hormon Progesteron, dem Gegenspieler des Östrogens, das neben seinem Bezug zum Kinderwunsch für die Gesundheit wesentlich ist.


Progesteron ist ein Hormon, das hauptsächlich in den Eierstöcken produziert wird. Es wird auch als Gelbkörperhormon, beziehungsweise lateinisch als Corpus Luteum Hormon bezeichnet. Die weibliche Fruchtbarkeit ist stark von diesem Hormon abhängig, und so ist bei einem unerfüllten Kinderwunsch hier eine Störung im Hormonstoffwechsel auszuschließen.

Zum Menstruationszyklus 

Der weibliche Zyklus ist in zwei Teile geteilt (genauer in vier, doch diese Spezifität ist hier nicht relevant). Die erste Zyklushälfte ist die sogenannte östrogene Phase. Das bedeutet, dass hier das Hormon Östrogen den Hormonstoffwechsel bestimmt. Ab dem Eisprung und über die zweite Zyklushälfte ist das Progesteron dominant.

 

Hat eine Frau einen primären Progesteronmangel, ist ihre zweite Zyklushälfte meist kürzer. Findet allerdings gar kein Eisprung statt, tritt die progesterone Phase nicht ein und das Östrogen herrscht weiter vor. Nach einem erfolgten Eisprung entwickelt sich aus der nunmehr leeren Eihülle der Gelbkörper. Kommt es zu einer Schwangerschaft, so ist dieser zehn bis zwölf Wochen für die Progesteronproduktion und damit für die Fortdauer der Schwangerschaft zuständig. Anschließend ist dies die Aufgabe der Plazenta.

 

Ist der Progersteronmangel gering, ist eine Schwangerschaft trotzdem möglich. Doch ist in diesem Fall ab dem normalen Zyklusende eine Progesteronsubstitution notwendig, um die Schwangerschaft zu erhalten. Es kann sonst zu Fehlgeburten kommen. Erfahrungsgemäß wird diese Störung im Hormonstoffwechsel von einigen Gynäkologen oft nicht bedacht.

 

Kinderwunsch

Liegt nun eine Störung beziehungsweise ein Progesteronmangel sowie ein Kinderwunsch vor, so ist die Gabe von Progesteron anzuraten. Es kann als Kapsel eingenommen werden oder in Form eines Scheidengels. Durch die vaginale Gabe wird das Hormon besser aufgenommen und langsamer abgebaut, da es nicht über die Leber absorbiert wird. Die Gabe zieht sich meist bis zur zwölften Schwangerschaftswoche, dann wird diese Produktion vom Mutterkuchen übernommen.

 

Auch naturheilkundlich und homöopathisch lässt sich ein Progesteronmangel behandeln. Eine Salbe mit natürlichem Progesteron kann je nach Bedürfnis auf den Körper aufgetragen werden. Es gibt passende Schüsslersalze und den Yamswurzelextrakt, die hier hormonell wirksam sind. Die Anwendung zieht sich oft über Monate, es sind aber auch raschere Erfolge im Sinne des Kinderwunsches berichtet.

 

Nicht nur ist ein Progesteronmangel vor (um schwanger werden zu können) und während der Schwangerschaft (um keine Fehlgeburt zu erleiden) zu beobachten, auch nach der Schwangerschaft kann eine Störung im Hormonstoffwechsel negative Auswirkungen auf die Mutter haben. Hier ist von einer nachgeburtlichen Angststörung, von Depressionen oder Psychosen die Rede, da ein Progesteronmangel neben der Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch auch starke Auswirkungen auf das Gleichgewicht der Seele hat.