Kinderzuschlag - Ergänzungshilfe zum Kindergeld

Der Kinderzuschlag ist eine finanzielle Unterstützung für Eltern, die nur über ein geringes Einkommen verfügen.


Der Kinderzuschlag ist eine finanzielle Unterstützung für Eltern, die nur über ein geringes Einkommen verfügen. Berechtigt sind Anspruchsteller, deren unverheiratetes Kind im gemeinsamen Haushalt lebt und das 25. Lebensjahr nicht überschritten hat. Doch aufgepasst: Wer einen Kinderzuschlag beantragen möchte, darf weder zu viel noch zu wenig verdienen!

Wer darf den Kinderzuschlag beanspruchen?
Zuständig für den Antrag auf Kinderzuschlag ist die Familienkasse der Agentur für Arbeit. Anspruch auf einen Kinderzuschlag haben Eltern, deren Einkommen zwar ihren eigenen Lebensbedarf sichert, aber nicht den der Kinder. Die Mindest- und Höchsteinkommensgrenze, die bei der Bearbeitung des Antrags geprüft werden, liegen auf dem Niveau des Arbeitslosengeldes II. Um den Kinderzuschlag zu beantragen, muss man bereits Kindergeld beziehen. Der Kinderzuschlag kann nur für unverheiratete Kinder unter 25 Jahren beantragt werden. Empfänger von Sozialhilfe, Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II haben keinen Anspruch auf den Kinderzuschlag.

Wie hoch ist der Kinderzuschlag?
Der Kinderzuschlag ist abhängig vom Einkommen und Vermögen der Eltern. Bei berufstätigen Kindern wird auch deren Besoldung mit eingerechnet. Der Höchstbetrag liegt jedoch bei 140 Euro pro Monat. Der Kinderzuschlag wird maximal drei Jahre und zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt. Beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kann man über einen „Kinderzuschlagsrechner“ errechnen, ob man Anspruch auf den Kinderzuschlag hat. Dafür wird der Bedarf des Haushalts festgestellt und das Einkommen und Vermögen abgefragt.

Fakten zum Kinderzuschlag
Der Kinderzuschlag wurde am 01. Januar 2005 eingeführt, um Geringverdiener davon abzuhalten, Arbeitslosengeld II zu beantragen. Alle Veränderung innerhalb der Familie muss der Familienkasse mitgeteilt werden, insbesondere Einkommens- und Vermögensänderungen. Werden Auskünfte verweigert, wird der Kinderzuschlag abgelehnt.

Stand: 9.Oktober 2009