Kirschlorbeer ist ein beliebte Heckenpflanze, die allerdings in allen Teilen giftig ist – Kirschlorbeer schneiden stellt dennoch kein Problem dar
Anders als bei Wolfsmilchgewächsen oder Thuja besteht für denjenigen, der die Kirschlorbeer schneiden muss, nicht die Gefahr, durch die Berührung mit der Pflanze Schwellungen oder ähnliche Vergiftungserscheinungen zu bekommen. Das Gift der Kirschlorbeere ist in den Blättern, Samen und Stängeln wie auch in der Wurzel enthalten und löst nur bei einem Verzehr dieser Pflanzenteile durch die blausäurehaltigen Glycoside Vergiftungen aus.
Kirschlorbeer – Zierpflanze aus dem Süden
- Kirschlorbeer ist eine in warmen Gebieten wie dem Mittelmeerraum heimische Pflanze, die in Deutschland aufgrund ihrer immergrünen glänzenden Blätter gerne als Sichtschutz gesetzt wird, Frost verträgt sie nicht wirklich. Deshalb sollte derjenige, der die Kirschlorbeer schneiden möchte, besser bis ins Frühjahr warten und nicht, wie ansonsten üblich, im Herbst stutzen, da im Winter sowieso ein Großteil der Pflanze erfriert.
- Ein Schnitt vor Frosteinsatz würde dazu führen, dass die Kälte zu tief in die Pflanze eindringen kann. Bei der langsamwüchsigen Kirschlorbeer hätte das zur Folge, dass sie entweder immer mehr oder minder gleich groß bleibt oder sogar „schrumpft“. Bei einem Schnitt im Frühjahr werden nur die abgefrorenen Teil entfernt, sodass die Pflanze genug Kraft hat, neu auszutreiben.
- Um ohne Gefahr für das Wachstum die Kirschlorbeer schneiden zu können, ist es am besten bis kurz vor den Austrieb zu warten. Dabei sollte keine Heckenschere verwendet werden, um die großen Blätter nicht zu verletzen, sondern immer mit der Handschere gearbeitet.
- Damit die Pflanze das für ihre Entwicklung ausreichende Licht bekommt, ist es notwendig, die Kirschlorbeersträucher und –hecken jährlich auszulichten. Bestimmte Regeln für den Schnitt dieser eigentlich sehr robusten Pflanze gibt es nicht – sie verzeiht so gut wie alles, inklusive eines Schnittes bis ins alte Holz.
Was die Kirschlorbeere für ihre Entwicklung braucht
- Um einen guten Sichtschutz zu bekommen, dürfen lediglich zwei bis drei Pflanzen pro laufender Meter stehen – allerdings dauert es auch bei optimaler Pflege und Lichtverhältnissen mindestens drei, eher vier bis fünf Jahre, bis die Hecke dicht ist. Die Kirschlorbeer liebt die Sonne, kann aber auch im Halbschatten gesetzt werden.
- Sie braucht einen feuchten Boden, darf aber keine Staunässe bekommen, und sollte nie vollständig austrocknen, da sie bei mangelnder Pflege zu Pilzerkrankungen neigt. Ist der Boden etwas mager, sollte die Kirschlorbeer auch gedüngt werden. Zur Vermehrung halb reife Äste der Kirschlorbeer schneiden und die Stecklinge ins Wasser stellen.