Kleidermotten - unliebsame Schrankbewohner

Man bekommt Kleidermotten gratis, aber sie fressen uns Löcher in den Lieblingspulli und in den Geldbeutel, wenn man sie bekämpfen möchte.


Kleidermotten kosten eine Menge Geld. Einmal, wenn man die angefressenen Textilien ersetzen muss und auch, wenn man sie vollständig wieder loswerden möchte. Die Kleidermotte ist die bekannteste unter den Haushaltsschädlingen, wobei nicht die Motte selbst, sondern nur ihre Larven für den Schaden verantwortlich sind. Meist muss oder besser gesagt, es sollte ein Profi ran. Ob es eine biologische oder chemische Schädlingsbekämpfung sein soll, bleibt jedem selbst überlassen.

Worauf sich Kleidermotten stürzen
Die Larven der Kleidermotten ernähren sich von der Keratinsubstanz, aus der menschliches oder tierliches Haar, oder Federn bestehen. Aus diesem Grund bleiben synthetische Textilien normalerweise verschont und die Larven stürzen sich auf wollene Textilien, Bettfedern, Pelze und die Rosshaarfüllungen in Matratzen. Pflanzliche Stoffe, wie Baumwolle, Seide, Leinen und Ähnliches bleiben unberührt. Zumindest normalerweise. Im Hungerzustand nämlich, fallen die Larven gnadenlos alles an, besonders wenn es organisch verschmutzt ist, auch wenn es Materialien sind, die sie eigentlich nicht verdauen können.
Hinzu kommt die schnelle Fortpflanzung der Motten. Innerhalb eines Jahres legt ein Weibchen bis zu vier Mal über 200 Eier. Die jungen Larven können außerdem auch acht Monate bei völligem Nahrungsentzug überleben.

Die Motten bekämpfen
Eine gängige und natürliche Methode Kleidermotten und ihre Larven zu bekämpfen ist der Einsatz von Schlupfwespen und Schlupfwespenlarven. Diese können nicht fliegen, nur krabbeln. Die Schlupfwespe wird dann an Stellen ausgesetzt, wo ein Mottenbefall vermutet wird und begibt sich auf die Suche nach Motteneiern. In diese legt sie ihre eigenen Eier ab, wodurch sie getötet werden und somit kein Nachwuchs entstehen kann. Dieses Aussetzen der Schlupfwespen- und larven muss der Schädlingsbekämpfer nun über einen gewissen Zeitraum, etwa vier bis sechs Wochen, regelmäßig wiederholen. Man kann es auch in Eigenregie versuchen, indem man sich diese Wespen im Internet besorgt. Sie sind im Übrigen für Mensch und Tier völlig harmlos.
Befallene Stoffe können etwa zwei Wochen in eine Gefriertruhe gelegt werden, damit die Motten darin absterben. Bei unhandlichen Stoffen, kann man Niemöl zum Einsprühen nutzen. Wenn dieses von den Larven aufgenommen wird, führt es zu deren Tod.
Bei einer chemischen Bekämpfung kommt eine Insektizid zum Einsatz. Dies empfiehlt sich aber eher bei einem sehr starken Befall.

Einen Befall vorbeugen
Die Mottenfallen aus dem Handel eignen sich auf keinen Fall zur Bekämpfung. Man kann damit bestenfalls einen Befall vorbeugen, beziehungsweise zweifelsfrei erkennen. Man kann gut und wirksam zu den altbekannten Hausmittelchen greifen und kleine Säckchen mit Lavendel oder Zedernholzstücken im Schrank verteilen, da Motten bestimmte Gerüche meiden.