Kleidung Seide: Der Stoff aus dem Träume sind

Seide Kleidung glänzt und fließt wie Wasser. Deshalb wird dieser schöne Stoff oft für Abendkleider und edle Dessous verwendet.


Kein Stoff fasziniert uns Menschen so sehr wie Seide. Sie ist einfach perfekt: ihr sanfter Schein, der zarte Griff, die Geschmeidigkeit auf der Haut. Gleichzeitig ist Seide äußerst stabil und sehr angenehm für den Körper, denn durch ihre Beschaffenheit kann sie Feuchtigkeit gut aufnehmen und nach außen weiter transportieren, sodass sich kein Schweiß zwischen Stoff und Haut stauen kann.

Kleidung Seide: Ein Naturprodukt
Kleidung aus Seide gehört zur Naturkleidung, deren Naturstoff von der Seidenraupe hergestellt wird. Allerdings gibt es nicht nur eine Seidenart. Man unterscheidet zwischen der glatten und feinen Zuchtseide und der etwas groberen Wildseide. Der Unterschied dieser beiden Stoffe liegt, wie der Name schon vermuten lässt, in den verschiedenen Arten der Seidenraupe.

Zucht- und Wildseide
Die Zuchtseide, auch Maulbeerseide genannt, ist sehr fein und bei genauerem Hinsehen weist sie eine gleichmäßige Struktur auf. Außerdem ist sie um einiges leichter als Wildseide, welche aus Kokons wildschlüpfender Seidenraupen gewonnen wird. Da die Raupen beim Schlüpfen den Seidenfaden durchtrennen, gibt es keinen endlosen Seidenfaden wie bei der Maulbeerseide. Auch sieht man, dass die Wildseide nicht ganz so glänzend und glatt ist, sowie eine etwas ungeordnetere Struktur aufweist. Diese sogenannte „Organic Silk“ ist weitaus pflegeleichter als die Zuchtseide.

Kleidung Seide: Drei verschiedene Qualitäten
Aber nicht nur diese beiden grundverschiedenen Arten der Seide gibt es. Außerdem unterscheidet sich beispielsweise die Zuchtseide in mehreren Qualitäten, die darauf beruhen, welches Stück des Seidenkokons bei der Herstellung von Stoffen verwendet wurde. Hier wäre zum einen die Haspelseide zu nennen. Diese wird aus den Endlosfäden des Seidenkokons gewonnen. Der daraus gewebte Stoff ist besonders weich und verfügt über einen sehr angenehmen Tragekomfort. Aus den nicht abgehaspelten und verklebten Teilen des Kokons wird dann die festere und nicht so glatte Seide gewonnen, die auch als Schappelseide bezeichnet wird. Als dritte Qualität wird die Bourettseide bezeichnet. Diese entsteht durch die kurzen Fasern, die beim Kämmen der Schappelseide übrig bleiben.

Bei Öko-Seide wird auf Chemie verzichtet
Bei der weit verbreiteten, normalen Weiterverarbeitung werden die Seidenfasern nach der Gewinnung mit chemischen Substanzen bearbeitet, die den Stoff noch glänzender machen und er weicher und besser fällt. Allerdings gibt es auch hier Alternativen. Bei der sogenannten Öko-Seide wird auf die Verwendung von beispielsweise Metallsalzen verzichtet. Statdessen versucht man Olivenöltrester zu verwenden, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
Öko-Seide ist aber selten zu finden. Nur in ausgewählten Shops oder über das Internet ist dieser Stoff zu bekommen. Selbst die meisten Öko-Textilien beinhalten Seidenanteile, die aus herkömmlicher Produktion stammen, also chemisch nachbehandelt worden sind.