Nach einer Folgemilch kann eine 3-er Milch den Übergang zur Beikost erleichtern. Da Kinder im ersten Lebensjahr keine reine Kuhmilch zu sich nehmen sollten, stellen diese Produkte eine Alternative zur Folgemilch dar. Auch als Getränk neben der Beikost kann Kindermilch konsumiert werden.
Baby- oder Kleinkinder Milch ist in seiner Zusammensetzung der Folgemilch angeglichen. Sie besteht zu zwei Dritteln oder drei Vierteln aus Kuhmilch. Daneben enthält sie diverse Zusätze, beispielsweise Pflanzenfette, Kohlenhydrate (Zucker), Vitamine und Mineralstoffe. Leider werden auch des Öfteren Geschmacksstoffe und Aromen, beliebt ist vor allem Vanille, beigemengt, um den Kindern den Genuss dieser Produkte schmackhaft zu machen.
Kleinkinder Milch enthält etwa doppelt so viele Kohlenhydrate wie Kuhmilch, auch die Konzentration an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist um Einiges höher. Solche Produkte sind darauf ausgelegt, Kinder schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt an stark verarbeitete und gesüßte Lebensmittel zu gewöhnen. Aber, wenn Kinder im Alter von einem Jahr ihre Nährstoffe noch immer aus der Flasche beziehen, anstatt eine Tasse oder Becher zu benutzen, grenzt sie das von den Erwachsenen ab, eine Umstellung auf die Familienkost wird später wahrscheinlich schwieriger.
Kuhmilch erst für einjährige Kinder
Kleinkinder sollten bis mindestens zum Abschluss ihres ersten Lebensjahres keine reine Kuhmilch oder aus ihr hergestellte Produkte bekommen. Diese Maßnahme ist aus den verschiedensten Gründen angebracht. Zum einen ist Kuhmilch eines der bekanntesten allergieauslösenden Stoffe überhaupt. Es ist daher sinnvoll, Kinder erst möglichst spät damit zu konfrontieren. Dabei gilt, dass halb fette Milch nicht für Kinder unter zwei Jahren geeignet ist, wenn es zudem noch untergewichtig ist und allgemein schlecht isst, sollte sogar bis zum fünften Lebensjahr damit gewartet werden. Auch fettarme Milch ist erst für Kinder ab dem fünften Lebensjahr zu empfehlen.
Vor dem ersten Geburtstag sollten Sie ihrem Kind keine Kuhmilch geben, denn deren Gehalt an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen ist zur Deckung des täglichen Bedarfs viel zu gering. Dazu gehört unter anderem Eisen. Hingegen ist der Eiweißgehalt industriell hergestellter Kuhmilch viel zu hoch, sodass die Milch nur sehr schlecht verdaut werden kann. Hinzu kommt, dass industriell hergestellte Kuhmilch nicht speziell für die Säuglingsernährung hergestellt wurde und hohe Mengen Schadstoffe enthalten kann.