Knochenbrüche äußern sich durch Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse im Gelenk. Die daraus resultierende Berührungsempfindlichkeit schränkt die Beweglichkeit deutlich ein.
Fortschritte in der Behandlung und die anschließende Therapie führten in den letzten 20 Jahren zu einem schnelleren Zusammenwachsen der Bruchstelle. Auch die Krankengymnastik mit muskelkräftigenden und gelenksmobilisierenden Übungen trägt deutlich zu einer erfolgreichen Regenerierung der Funktionsfähigkeit bei.
Nicht jeder Knochenbruch muss operiert werden. Bei offenen Frakturen und durch die Verletzung hervorgerufene Fehlstellungen der Knochen ist dies jedoch der Fall.
Betroffenen nicht bewegen und Knochen ruhigstellen
Bei Verdacht auf einen Wirbelbruch sollte der Betroffene bei den ersten Hilfsmaßnahmen nicht bewegt werden. Denn eine Wirbelsäulenschädigung ist absolut zu vermeiden. Ist durch das Röntgen der Bruch definiert und eine Beeinträchtigung der Wirbelsäule ausgeschlossen, erfolgt die Korrektur der Fehlstellung und die Fixierung der Knochenenden an der Bruchstelle. Die Medizin verwendet Schrauben, Platten oder Nägel und den unumgänglichen Gipsverband zur Ruhigstellung.
Das nachwachsende Knochengewebe stabilisiert die Fraktur in durchschnittlich sechs Wochen. Eine schnelle Funktionstüchtigkeit der betroffenen Extremität wird durch die Physiotherapie maßgeblich beeinflusst. So verhindern die physiotherapeuthischen Maßnahmen Muskelschwund und Bewegungseinschränkungen noch während der Zeit der Ruhigstellung.
Komplikationen eines Knochenbruchs
Knochenbrüche verheilen in der Regel ohne Komplikationen. Seltene, aber dennoch auftretende Komplikationen bei der Heilung eines Knochenbruchs können durch Infektionen im Knochengewebe hervorgerufen werden. Vereinzelt kann es auch zur Bildung eines Falsch-Gelenks (Pseudarthrose) kommen. Davon sind meist Brüche bei Röhrenknochen betroffen, die nicht zusammenwachsen. Die häufigste Ursache einer Komplikation ist jedoch das gegenseitige Abrutschen der Knochenenden im Gipsverband. Dies verlängert nur den Heilungsprozess, da eine erneute Fixierung vorgenommen werden muss. Bei einem Beinbruch sollte das Thromboserisiko beachtet werden.