Primärer Knochenkrebs ist eine seltene Krebsform. Nur etwa 700 Patienten erkranken jährlich an bösartigen Wucherungen der Knochenzellen. Betroffen sind meist Kinder und Jugendliche, was auf genetische Faktoren bei der Entstehung schließen lässt. Weitaus häufiger entstehen Knochenkrebstumore als Metastasen von anderen, bereits bestehenden Tumoren. Besonders bei Lungen-, Nieren-, Prostata- und Brustkrebs besteht die Gefahr einer zusätzlichen Knochenkrebserkrankung, die oft noch vor der Ersterkrankung entdeckt wird. Bei der Knochenkrebs Behandlung werden meit verschiedene Therapieformen miteinander kombiniert.
Ursachen unbekannt
Die genauen Ursachen der Entstehung von primären Knochentumoren sind bisher unbekannt. Erste Symptome einer Knochenkrebserkrankung sind Schmerzen im betroffenen Bereich. Bei primärem Knochenkrebs tritt eine Schwellung auf, die, liegt sie in der Nähe eines Gelenks, zu Bewegungseinschränkungen führt. Die Haut über der Schwellung ist oft pergamentartig dünn. Bei Knochenkrebsmetastasen kommt es oft schon bei minimaler Außeneinwirkung zu Knochenbrüchen. Klagt ein Patient über die beschriebenen Symptome, wird in aller Regel zuerst einen Röntgenuntersuchung durch geführt. Dabei wird weitaus häufiger ein gutartiger Tumor diagnostiziert, als ein bösartiger. Besteht doch Verdacht auf einen bösartigen Tumor, folgt die Kernspinntomographie und eine feingewebliche Untersuchung einer Gewebeprobe.
Tumorarten
Je nachdem, ob die Wucherung vom Knochen, Knorpel oder Knochenmark ausgeht, unterscheidet man verschiedene Tumorarten. Des weiteren wird je nach Verhalten des Tumors zwischen Gewebe zerstörenden und Gewebe aufbauenden Formen unterschieden. Die häufigsten bösartigen Knochentumore sind das dem Knochen entstammende Osteosarkom und das aus dem Knochenmark entstehende Ewing-Sarkom. Osteosarkome treten meist an Armen und Beinen sowie seltener am Kiefer auf. Ewing-Sarkome treten ebenfalls an den Beinen, aber auch am Becken und Kreuzbein auf.
Behandlung
Bei der Knochenkrebs Behandlung wird meist eine kombinierte Therapie aus Chemotherapie, Operation und Bestrahlung angewandt, die individuell auf den Patienten abgestimmt wird. Bei einem Osteosarkom ohne Metastasen liegt die Chance, die Diagnose länger als fünf Jahre zu überleben, zwischen 60% und 70%. Etwas geringer sind die Chancen bei einem Ewing-Sarkom. Die Lebenserwartung steigt, wenn der Tumor früh diagnostiziert wurde. Bei großen Tumoren, insbesondere dann, wenn schon Metastasen vorliegen, liegt die Überlebenschance deutlich schlechter, bei nur 20 Prozent.