Kohlenhydrate: Wichtiger Energieträger

Für unsere Ernährung sind Kohlenhydrate unumgänglich. Doch nicht alle sind gleich gesund.


Kohlenhydrate, auch Saccharide genannt, sind äußerst wichtig für die Ernährung, der Mensch deckt etwa 50 Prozent seines Energiebedarfs mit Kohlenhydraten. Wir brauchen sie, damit uns warm ist, zum Bewegen und zum Denken. Zu den wichtigsten Kohlenhydraten gehören Stärke und Ballaststoffe. Einige Kohlenhydrate, sogenannte Polysaccharide, können auch medizinisch genutzt werden. Ein wichtiger Baustein der Kohlenhydrate ist Glucose, sie wird von Pflanzen durch Photosynthese gebildet. Generell gibt es viele verschiedene Kohlenhydrate, die alle sehr unterschiedlich aufgebaut sind.

Die drei Gruppen
Man unterteilt Kohlenhydrate in Monosaccharide, Oligosaccharide und Polysaccharide,
sie werden aufgrund ihrer Grundbausteine unterschieden. Monosaccharide bestehen nur aus einem Grundbaustein, sie sind Oxidationsprodukte der mehrwertigen Zuckeralkohole. Es handelt sich um ein Gemisch aus Gluctose und Fructose und wird auch als Invertzucker bezeichnet. Hier hinter verbergen sich also Süßigkeiten, süße Getränke, Zucker, Traubenzucker, Obst und Honig.
Oligosaccharide bestehen aus zwei bis acht Monosacchariden. Die bekanntesten Oligosaccharide sind Saccharose (Rohrzucker) und Lactose (Milchzucker), es gibt jedoch auch andere Untergruppen. Polysaccharide bestehen aus mehr als zehn Monosacchariden, die wichtigsten Polysaccharide sind Cellulose und Pektine. Zu diesen „größeren“ Kohlenhydraten zählt man Weizen, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis und Gemüse. Da sie aus mehreren Bausteinen bestehen, braucht der Körper auch deutlich länger, um sie zu verdauen. Man ist also von dieser Sorte Kohlenhydrate länger satt.

Stärke und Ballaststoffe
Stärke ist das wichtigste Speicherkohlenhydrat der Pflanzen, Ballaststoffe sind quasi Kohlenhydrate (bis auf den Stoff Lignin), die vom menschlichen Organismus nicht verdaut werden können. Es gibt sowohl wasserlösliche als auch wasserunlösliche Ballaststoffe.

Die Heilpflanzen und ihre Kohlenhydrate
In der Topinamburknolle versteckt sich Inulin, in Honig Invertzucker, im Weizen sitzt wenig überraschend die Weizenkleie, in der Gerste Malzextrakt. Wichtige Schleimstoffe sind Fibisch, Flohsamen, Lindenblüten, Leinsamen, Huflattich, Wilde Malve, Spitzwegerichkraut, Wollblumen und Bockshornklee.

Wirkung
Kohlenhydrate sind wichtig für die Energiegewinnung, jedoch sind auch die Ballaststoffe, die ja unverdaulich sind, für die Ernährung sehr wichtig. Diese werden im Dickdarm zu Fettsäuren zersetzt, was für eine gesunde Darmschleimhaut sorgt.
Schleimstoffe, ebenfalls eine Form der Kohlenhydrate, helfen bei Entzündungen des Magen-Darm-Trakts oder der Atemwege. Sie wirken absorbierend. Unlösliche Schleimstoffe wirken quellend und werden daher bei Verstopfung eingesetzt. Polysaccharide können das Immunsystem stärken, und so bei Infektionskrankheiten helfen.