Kommunikation mit Kindern: So entgeht keinem etwas!

Zuhören ist der Schlüssel zur Kommunikation mit Kindern. Sowohl Kinder als auch Eltern haben meist noch einiges zu lernen, wenn es um's Zuhören geht.


Wer nicht zuhören kann, kann auch keine Informationen verarbeiten, mitreden oder Aufgaben erledigen, auch kann er sich schlecht in Menschen einfühlen. Es ist also nicht nur für die Schullaufbahn Ihres Kindes äußerst wichtig, dass es richtiges Zuhören lernt. Kinder, die gut zuhören können, fällt es leichter, lesen und schreiben zu lernen, selbst im Berufsleben haben sie es später leichter, oft sind sie außerdem viel beliebter als ihre unaufmerksamen Altersgenossen. In der Kommunikation mit Kindern können diese lernen, wie es richtig geht.

Zuhören täglich üben
Dabei hören Kinder eigentlich gerne zu – aber nur dann, wenn sie sich ernst genommen fühlen. Deswegen sollte man Tag für Tag viel mit seinen Kindern reden, diskutieren und ihnen, wann es geht, ein offenes Ohr schenken. Hören Sie dabei immer aktiv zu. Bringen Sie ihm Ihre volle Aufmerksamkeit entgegen. Ihr Kind beschwert sich über den Lehrer oder einen Freund? Würgen Sie den Wutausbruch nicht ab. Auch sollten Sie sich das Trösten verkneifen oder sofort Ratschläge geben, sondern sich ersteinmal die Probleme des Kindes anhören. Bringen Sie ihm Wertschätzung entgegen, dann kommt es häufig von ganz allein auf eine Lösung. Als Faustregel gilt: Behandeln Sie Ihre Kinder im Gespräch wie Freunde. Verzichten Sie also weitgehend auf Ratschläge, Einwände und Kommentare.

Keine Zeit?
Eigentlich hören Sie Ihrem Kind liebend gerne zu, aber nicht, wenn Sie gerade ein schreiendes Baby auf dem Arm haben oder den Wagen gerade rückwärts einparken? Erklären Sie auf liebevolle Art, dass gerade ein schlechter Zeitpunkt für eine Unterhaltung ist. Suchen Sie danach das Gespräch. Dies ist immer besser, als nur so zu tun, man würde zuhören.
Sind Sie noch ganz erschlagen, weil Sie gerade von einem langen, anstrengenden Arbeitstag nachhause kommen? Doch die Kinder verlangen, sobald Sie den Schlüssel im Schloss umdrehen, nach Aufmerksamkeit und wollen von ihrem spannenden Tag berichten? Da hilft nur eins: Bitten Sie Ihre Kinder um eine Auszeit, zum Beispiel von einer Viertelstunde. Dann sind Sie viel aufnahmefähiger und können sich aufmerksam die Erlebnisse Ihrer Kinder anhören.

Und dann, und dann, und dann..
Auch wenn man sich davor scheut, es auszusprechen: Manchmal langweilt das Kind mit seinen überdetaillierten Erzählungen, weil es einfach nicht auf den Punkt kommt. Versuchen Sie Zwischenfragen zu stellen, fragen Sie nach der Meinung des Kindes und lassen Sie es die beschriebene Situation einordnen.

Wie Kinder das Zuhören lernen
Für manche Kinder ist es oft recht schwer, zuzuhören – schließlich passieren ihnen selbst so viele fesselnde Dinge, die sie liebend gern mitteilen würden. Bei ausgeprägten Quasselstrippen sollte man also einige Regeln aufstellen, die für alle Familienmitglieder gelten. So sollte niemand vergessen, dass die anderen auch zu Wort kommen dürfen und ihre Meinung sagen sollen. Verlangen Sie von Ihren Kindern Konzentration und Geduld beim Zuhören.