Ein Material zur Füllung von Zähnen, welches in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen existiert, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie allesamt zahnfarben sind. Seit Ende der Achtziger Jahre werden sie verstärkt verwendet und gelten oft als Alternative zum umstrittenen Amalgam, ersetzen können sie dieses trotzdem nicht vollständig, da sie in der Verarbeitung zu kompliziert und teuer sind. Nahezu sämtliche Komposite bauen auf der Bowen-Formel auf, lediglich in letzter Zeit kamen solche auf, die stattdessen auf der Phenol-Epoxine-Matrix (PEX-DMAE) beruhen. Als Füllmaterial sorgen Komposite maßgeblich für Stabilität und die Höhe der Abtragung beim Kauprozess und reduzieren auch einen entscheidenden Einfluss auf die Schrumpfung, denen Füllstoff nach dem Abbindprozess stets unterworfen ist. Ein Problem ist die Gefahr von Karies, welches sich unter der Füllung sammeln kann, wenn die Ränder nicht lückenlos gefertigt sind. Die Verträglichkeit ist leider noch nicht hinreichend erforscht, man geht davon aus, dass sie sehr gut verträglich sind, aber unumstritten sind sie nicht – erst im letzten Jahr etwa schrieb das Fachblatt Deutsche Zahnarzt Woche (DZW) folgendes, was wir hier als Anschauung anfügen möchten:
".Bei Kompositen sind auch nach fünf Jahrzehnten noch viele Fragen offen:
Es mehren sich sogar die Zeichen, dass sowohl für Wissenschaft und Industrie als auch für die zahnärztliche Arbeitspraxis zum Teil sogar prekäre Fragen ohne Antwort sind. Eine davon ist, welche klinischen und ökonomisch vertretbaren Möglichkeiten dann als Alternativen bestehen oder zu erwarten sind, wenn es um die Restauration größerer Kavitäten im Seitenzahnbereich geht und hier Komposite, wie in zahlreichen, auf dem Deutschen Zahnärztetag präsentierten Forschungsergebnissen, tatsächlich zunehmend in Frage gestellt werden sollten.“