Komposthaufen - Nährstoffquelle für jeden Garten

Der Komposthaufen übernimmt eine wichtige Aufgabe in vielen deutschen Gärten. Er verwandelt die Abfälle in neue humusreiche Stoffe. Die wertvollen Nährstoffe werden dann an die Gartenerde weitergegeben.


Nicht nur in Biogärten, sondern auch in anderen Gärten findet man den Komposthaufen. Als ein verlässlicher Alleskönner im Garten erfreut sich der Kompost zunehmender Beliebtheit. Der „Bauch des Gartens“, wie er von vielen Gärtnern genannt wird, wandelt Abfälle in neue humusreiche Stoffe um, die die Gartenerde auf gesunde und natürliche Weise mit Nährstoffen versorgen. Somit wächst aus den Resten eines vergangenen Gartenjahres das Fundament für ein neues heran.

Wie anlegen?
Wer einen Komposthaufen errichten will, der sollte dies gut planen. Denn der Kompost braucht bestimmte Bedingungen, unter denen er arbeiten und umwandeln kann. Kompost braucht Wärme, Luft und Wasser. Der Komposthaufen sollte im hinteren Teil des Gartens an einem halbschattigen Platz errichtet werden, um den von ihm ausgehenden Geruch nicht in das Haus hineinzutragen.

So gehts
In einem Kompostbehälter aus Holz wird als unterste Lage des Komposthaufens eine etwa 20 Zentimeter dicke Schicht aus zerkleinerten Holzresten gelegt, um den Kompost ausreichend mit Luft zu versorgen. Anschließend kann das zu kompostierende Material aufgehäuft werden. Dabei wird alles, egal, ob frisch, holzig, trocken oder feucht, gut miteinander vermischt, um den Millionen von Mikroorganismen, die im Komposthaufen leben, die Möglichkeit zu geben, sich problemlos durch alles hindurchzufressen und als frische Erde wieder auszuscheiden. Über frische Küchenabfälle sollte immer eine dünne Schicht Erde gestreut werden, damit keine Ratten von den Essensresten angelockt werden. Im Sommer sollte der Komposthaufen abgedeckt werden, um ihn vor Austrocknung zu schützen, denn der Kompost lebt von der Feuchtigkeit, die in ihm zirkuliert. Ist der Komposthaufen fertig aufgeschichtet, sollte er mindestens zweimal im Jahr durchmischt werden, um den Kompostierungsprozess zu unterstützen.

Kreislauf der Natur
Die in einem Komposthaufen abgestorbenen organischen Massen können dann als Nahrung für Kleinlebewesen in der Erde dienen, und bilden somit den Kreislauf der Natur: Der im Komposthaufen entstandene Kompost dient als Dünger für die Erde und verwertet so Garten- und Küchenabfälle auf natürliche Art. Vorsicht jedoch, denn nicht alle Essensreste gehören auf den Komposthaufen, lediglich ungekochte Essensreste, getrocknete Kaffeefilter samt Inhalt, Blumen, Pflanzenreste und Eierschalen können im Komposthaufen wiederverwertet werden.