Kompressen - Extrem saugfähig, vielseitig anwendbar

Kompressen werden verwendet, um Muskelschmerzen, Verstauchungen, blauen Flecken und Schmerzen der inneren Organe zu lindern.


Kompressen sind Mull-Watte-Kombinationen. Die Watte ist beidseitig von Mull umgeben und gewährleistet daher eine hohe Saugfähigkeit. Gleichzeitig bieten Kompressen einen guten Schutz vor mechanischen Einflüssen wie etwa Stoß und Druck. Je nach benötigter Aufnahmekapazität werden Kompressen in verschiedenen Lagen angeboten. Eine Kompresse hilft bei Muskelschmerzen, Verstauchungen, blauen Flecken und lindert Schmerzen der inneren Organe. Kompressen können heiß oder kalt aufgelegt werden, je nach Art der Beschwerden. Bei frischen Verletzungen sind kalte Kompressen zu empfehlen.

 

Anwendungsgebiete
Heiße Kompressen eignen sich bei alten Verletzungen, Muskelschmerzen, Zahnschmerzen, Menstruationskrämpfen, Blasenentzündungen und Abszessen. Für heiße Kompressen gibt man etwa sechs Tropfen ätherischen Öls in 1/2 Liter Wasser, das so heiß sein sollte, wie man es verträgt. Dann wird ein kleines Handtuch oder ein weicher Stoff in das Wasser gelegt, ausgewrungen und auf die betroffene Stelle gelegt. Dann kommt ein Stück Plastik darüber. Die Kompresse sollte erst wieder abgenommen werden, wenn sie abgekühlt ist.

Bei kalten Kompressen wird genauso vorgegangen, nur dass Eiswasser verwendet wird. Hier wird die Kompresse solange angelegt, bis sie sich auf die Körpertemperatur erwärmt hat. Desweiteren gibt es die Warm Kalt Kompresse.

 

Unterschiedliche Anwendung
Je nach Einsatz werden Kompressen als primäre, sekundäre und inaktive Wundauflagen bezeichnet. Primäre Wundauflagen kommen mit der Wunde direkt in Berührung und zeichnen sich durch gute Wundverträglichkeit aus. Bei empfindlichen Wunden sollten Kompressen eine besonders weiche Qualität (Vlies) aufweisen. Sekundäre Wundauflagen kommen mit der Wunde nicht direkt in Berührung. Für den Fall, dass die primäre Wundauflage nicht über genügend Sekretaufnahmekapazität verfügt, weisen sie ebenfalls eine hohe Saugkapazität auf. Inaktive Wundauflage schützt die Wunde vor äußeren Einflüssen. Der Einsatz dieser Wundauflagen wird als "trockene Wundbehandlung" bezeichnet.