Konfliktlösung - wie streiten Sie richtig?

Wichtig bei der Findung einer Konfliktlösung ist oftmals, sich zunächst diesem Problem zu stellen und es zu erkennen. In einem Streitgespräch ist es wichtig, den anderen ausreden zu lassen und ihm zuzuhören


Aus einem Streit erhobenen Hauptes hervor zu gehen, ist nicht immer leicht. Besonders dann nicht, wenn eine Konfliktlösung konträr zu den eigenen Interessen steht. Dennoch sollten Sie versuchen, Ihre Probleme sinnvoll zu lösen. Denn sie einfach zu verdrängen und damit einer Bewältigung aus dem Weg zu gehen, scheint vielleicht auf den ersten Blick die eleganteste Lösung zu sein.

 

Betrachtet man allerdings die Langzeitfolgen von ungelösten Konflikten ist es umso wichtiger, sich einem Problem zu stellen. Auch wenn dies eine Auseinandersetzung zur Folge hat. Anbei finden Sie Grundregeln, die Ihnen bei Ihrem nächsten Streit hilfreich sein könnten. Versuchen Sie in Zukunft, die genannten Punkte zu berücksichtigen.

Streithahn widerwillen
Wenn Sie versuchen, sich in die Lage des anderen zu versetzen, und davon ausgehen, dass der andere genauso ungern streitet, wie Sie selbst, dann ist meist der erste Schritt in Richtung positive Konfliktbewältigung getan.

Fremde Welt
Generell sollte jeder anerkennen, dass die Wahrnehmung der gleichen Situation von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein kann. Das liegt an den sozialen, kulturellen und auch individuellen Filtern, mit denen wir Situationen beurteilen. Deswegen ist es sinnvoll, sich das Erlebnis einer Situation, die zum Streit geführt hat aus der Sichtweise

Rechthaberei oder im Recht?
Manchmal verstricken wir uns selbst bei der Positionierung unserer Argumente in einer gedanklichen Einbahnstrasse. Ist dem so, ist es noch schwieriger, objektiv zu überprüfen on Sie recht haben. Dennoch sollten Sie in einer solchen Situation den Rückwärtsgang einlegen, um Ihren Standpunkt und dessen Rechtfertigung sorgfältig überprüfen. Manchmal wackelt schon bei diesem Vorgang das Gedankengerüst, dass Sie in einer Streitsituation so hart zu verteidigen wissen. Ist dem so, ist dies ein weiterer Schritt in Richtung Konfliktlösung. Denn nur wer bereit ist, seinen Standpunkt zu überdenken, kann ihn im Fall des Irrtums auch korrigieren.

Zuhören ist wichtig
Trainieren Sie Ihre Fähigkeit, dem anderen zuzuhören. Gerade nach einem verbalen Schlagabtausch ist dies eine gute Möglichkeit, um wieder ein wenig Ruhe in die Situation zu bringen. Zeigen Sie sich dabei von Ihrer geduldigen Seite und gehen Sie nicht davon aus, dass Sie eh schon wissen, was der andere zu sagen hat. Gelingt Ihnen das nicht, ist der Vorwurf gegen eine Wand zu reden von Seiten Ihres Gegenübers durchaus berechtigt. Diese Regel lässt sich selbstverständlich auch umkehren.

Zusammenhänge erkennen
Gerade in einer Beziehungssituation wie z.B. einer Liebesbeziehung ist es wichtig, seine individuelle Sichtweise zu verlassen und das „große Ganze“ zu sehen. Nicht jeder Kleinkrieg muss bis auf’s Blut ausgefochten werden. Manchmal ist es auch schlauer, einfach mal nachzugeben, um somit auch dem anderen den nächsten Schritt in Richtung Konfliktlösung zu ermöglichen. Somit können auch beide Parteien schneller erkennen, wenn sie sich aufgrund einer etwas zu einseitigen Sichtweise mal wieder verrannt haben.

Wut abklingen lassen
Ein klärendes Gespräch, dessen Ziel die Konfliktlösung sein sollte, kann erst dann zum Erfolg führen, wenn die erste Wut abgeklungen ist. Jegliche negativen Gefühle bergen die Gefahr, weiterer Nährboden für neue Konflikte zu sein oder Alte zu verhärten.

Vorsicht vor Beleidigungen
Manch vernichtend gezielter Wortlaut kann verletzender sein, als eine gut platzierte Ohrfeige. Besonders in der Nachwirkung. Die Neurobiologie hat gezeigt, dass das Gehirn solche Beleidigungen an der gleichen Stelle platziert, wie jegliche körperliche Gewalt. Überlegen Sie daher gut, was Sie im Streit Ihrem gegenüber an den Kopf werfen. Denn manche gesagten Wort sind im Nachhinein nicht verzeihbar.