Konservierungsstoffe - Lebensmittel haltbar machen

Konservierungsmittel werden in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt, um die Produkte vor einem Befall durch Mikroorganismen und Insekten zu schützen. Auch dienen diese Stoffe, den Geschmack der Lebensmittel langfristig an das Nahrungsprodukt zu binden


Konservierungs- und Antioxidationsmittel werden in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt, um die Produkte vor einem Befall durch Mikroorganismen und Insekten zu schützen. Außerdem sollen die Struktur, der Geschmack und der Nährwert auf diese Weise lange erhalten bleiben.

 

Gesundheitliche Risiken und ein Qualitätsverlust sollen durch diese konservierenden Zusatzstoffe ausgeschlossen werden. Neben den natürlichen Konservierungsmitteln gibt es außerdem vollständig synthetische Zusatzstoffe.

Natürliche Konservierung von Nahrungsmitteln
Viele der in der Industrie nach wie vor eingesetzten natürlichen Konservierungsmittel werden zu den Zutaten gezählt. So dienen beispielsweise Kochsalz, Essig und Zucker als Konservierungsmittel, sie sind aber nicht den Zusatzstoffen untergeordnet. Der Einsatz natürlicher Konservierungsmittel ist für Lebensmittel seit Jahrtausenden verbreitet. Daneben kann die Haltbarmachung von Lebensmitteln durch die Veränderung der physikalischen Struktur, beispielsweise beim Konservieren, oder durch traditionelle Verfahren, wie Räuchern und Pökeln, erreicht werden.

Der Betrug am Verbraucher
Kritiker bemängeln, dass die Konservierungsmittel mittlerweile immer häufiger dazu eingesetzt werden, um lange Transportwege und mangelnde Sorgfalt bei der Verarbeitung zu kompensieren. Verbraucher, die Konservierungsmittel bewusst umgehen möchten, sollten entweder auf Bioprodukte zurückgreifen oder Speisen selbst aus frischen Lebensmitteln zubereiten. Eine ebenso lange Haltbarkeit wie bei konservierten Nahrungsmitteln kann so natürlich nicht gewährleistet werden.

Kennzeichnung oder nicht
Konservierungstoffe müssen auf der Verpackung durch eine der E-Nummern im Bereich zwischen 200 und 299 gekennzeichnet werden. Konservierungsmittel, die bereits als Zutat auftauchen, müssen dagegen nicht extra deklariert werden. Nach wie vor ist deren Einsatz umstritten. Außerdem hat der Gesetzgeber für die Behandlung von Nahrungsmitteln bestimmte Höchstgrenzen festgelegt.

Fast alle Lebensmittel enthalten Konservierungsmittel
Konservierungsmittel kommen in fast allen Lebensmitteln regelmäßig zum Einsatz. Grundnahrungsmittel, wie Brot oder Wurst, enthalten diese Stoffe; genauso wie zahlreiche getrocknete Früchte und Gemüse. Fruchtsaftgetränke, Limonaden und Wein sowie Margarine oder Trockenfrüchte verdanken ihre Haltbarkeit und Lagerfähigkeit ebenfalls dem Einsatz verschiedenster Konservierungsmittel.

Umfangreiche Nebenwirkungen vermutet
Bei Kindern können einige der Konservierungsstoffe zu Allergien, Kopfschmerzen oder Durchfall führen. Aber auch bei erwachsenen Menschen können durch den Verzehr von Konservierungsstoffen unter Umständen Allergien ausgelöst werden, Asthmaanfälle auftreten, sowie Kopfschmerzen und Übelkeit hervorgerufen werden. Andere dieser Zusatzstoffe werden von Experten als krebserregend, giftig, aber auch die Antibiotikaresistenz fördernd charakterisiert. Einige der Konservierungsmittel stehen zudem im Verdacht, das Erbgut zu verändern und zu schädigen.