Kontoführungsgebühr steuerlich absetzen - das sollten Sie wissen

Die Kontoführungsgebühr steuerlich absetzen ist zwar grundsätzlich möglich, die Werbungskosten müssen dabei aber höher als der Pauschalbetrag sein.


Obwohl es heute schon viele Banken gibt, die keine Kontoführungs- gebühren verlangen, zahlen doch noch sehr viele Kunden an ihre Bank. Hier greift der Staat ein und bietet die Möglichkeit die Gebühren pauschal in der Steuererklärung anrechnen zu lassen. Will man die Kontoführungsgebühr steuerlich absetzen, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein.

 

 

Voraussetzungen

  • Bis zu einem Betrag von 16 Euro pro Jahr können die Gebühren auch ohne Nachweis geltend gemacht werden. Dies bedeutet natürlich, dass Kunden, die keine Kontoführungsgebühren zahlen, diesen Pauschalbetrag ebenfalls in Anspruch nehmen können. Kosten, die über den Betrag von 16 Euro hinausgehen, müssen belegt werden, zum Beispiel durch Kontoauszüge oder eine Aufstellung der Bank.

 

  • Die Kontoführungsgebühren werden bei der Einkommenssteuererklärung in der Anlage N unter Werbungskosten eingetragen. Man kann allerdings nur dann die Kontoführungsgebühr steuerlich absetzen, wenn der derzeitige Pauschalbetrag von 920 Euro überschritten wird. Ist dies nicht der Fall, werden die Kontoführungsgebühren auch mit Nachweisen nicht berücksichtigt.

 

 

Kontoführungsgebühren sparen

  • Viele Banken bieten heute kostenfreie Konten an. Die einzige Voraussetzung ist, dass regelmäßige Geldeingänge, zum Beispiel Lohn- oder Gehaltszahlungen, über das Konto abgewickelt werden. Man sollte sich Angebote verschiedener Banken einholen und vergleichen. Einige bieten sogar Verzinsungen für das vorhandene Guthaben an. Es lohnt sich auf jeden Fall einen Leistungsvergleich anzustellen und eventuell die Bank zu wechseln, um die Kosten zu sparen.

 

  • Soll die Bank möglichst nicht gewechselt werden, können die Vergleichsangebote andere Institute eine gute Verhandlungsbasis sein. Bei dem großen Angebot will keine Bank ihre Kunden verlieren. Man sollte unbedingt das Gespräch suchen und auf bessere Konditionen bestehen, was sich mit Angeboten der anderen Banken sehr gut untermauern lässt. Bleibt die Verhandlung erfolglos, ist es immer eine Überlegung wert einen Wechsel vorzunehmen.

 

Zusammenfassend lässt sich folgendes sagen

  • Will man die Kontoführungsgebühr steuerlich absetzen, muss der Pauschalbetrag der Werbungskosten überschritten sein. Gebühren, die über 16 Euro pro Jahr liegen, bedürfen eines entsprechenden Nachweises.

 

  • Man sollte aber bedenken, dass selbst wenn die Kontoführungsgebühren angerechnet werden, die steuerliche Ersparnis im Minimalbereich liegt. Die beste Alternative ist es, ein Konto zu führen, bei dem keine Gebühren anfallen.