Koordinationstraining: Grundlage für effektives Training

Mit einigen wenigen Übungen lässt sich beim Koordinationstraining das Körpergefühl verbessern. Dieses ist die Grundlage effektiv zu trainieren.


Unter Koordination versteht man das Zusammenspiel von Zentralem Nervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines zielgerichteten Bewegungsablaufs. Diese Fähigkeit ist keinesfalls angeboren, sondern muss – wie beispielsweise das Laufen – erlernt werden. Am besten geschieht dies in jungen Alter, denn hier können neue Bewegungsabläufe besser memoriert werden. Aber auch im Alter ist es nie zu spät, seine Koordinationsfähigkeit zu schulen.

Ziele eines Koordinationstrainings
Beim Koordinationstraining ist das Ziel, die Bewegungen und Reaktionen seines Körpers zu verbessern. Diese Fähigkeit ist nicht nur im täglichen Leben äußerst praktisch – man denke nur ans Fahrrad fahren – sondern kann sich auch im Sport bezahlt machen. Hat man ein gutes Gefühl für seinen Körper, kann man ihn unter Belastungen auch besser einsetzen. Es wird verhindert, dass zuviel Energie aufgebracht wird, der Sauerstoffbedarf reduziert sich und die Leistungsfähigkeit steigt. Zudem kann einer Überbeanspruchung einzelner Muskeln und sogar Schmerzen vorgebeugt werden, wenn das Koordinationsgefühl gut ausgeprägt ist. Sportmediziner sprechen sich daher dafür aus, dass Koordinationsübungen Grundlage jedes Kraft-, Ausdauer- oder Aerobictrainings im Fitnessstudio werden sollten.

Geeignete Übungen
Beim Koordinationstraining wird keinerlei Kraftaufwand benötigt. Es werden nach und nach verschiedene Muskelgruppen trainiert und unterschiedliche Bereiche des Gehirns angesprochen. Die einfachste Übung, die jeder für sich zuhause nachmachen kann, ist der Einbeinstand, mit dem der Gleichgewichtssinn trainiert wird. Hierbei werden die Arme verschränkt und wie ein Flamingo ein Bein angehoben. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, kann zu einem weichen Untergrund gewechselt werden. Eine weitere Steigerung besteht darin, die Augen bei der Übung zu schließen.
Eine weitere Übung, die oft im Fußballtraining eingesetzt wird, ist das Schwenken der Arme in entgegengesetzte Richtungen. Um die Schwierigkeit zu erhöhen, kann dabei vorwärts oder rückwärts gelaufen werden. Auch hier ist wieder das Schließen der Augen möglich.
Die dritte Übung, trägt den Namen „Baum im Wind“. Stellen Sie sich hierfür mit beiden Füßen fest auf den Boden, der Abstand ist etwa hüftbreit. Nun bewegen Sie den gestrecken, aber nicht angespannten Körper, abwechselnd nach vorne und hinten, anschließend nach links und rechts. Die Bewegung erfolgt aus den Fußgelenken heraus. Stellen Sie sich bei der Übung vor, Sie seien ein Baum, der sich im Wind wiegt.

Koordinationsfördernde Sportarten
Es gibt aber auch Sportarten, mit der man die Koordination trainieren kann. Dazu gehören Gymnastik-orientierte Trainingseinheiten, Boden- und Geräteturnen, sowie fernöstliche Kampfsportarten wie etwa Tai Chi und sämtliche Ballsportarten. Auch Tanzen ist eine hervorragende Gelegenheit, etwas für sein Körpergefühl zu tun.