Verbindung Wirbelsäule/ Schädel
Die Wirbelsäule ist eng mit dem Kopf verbunden. Treten hier Schäden auf, haben diese direkte Auswirkungen auf den Kopf. Die beiden ersten Halswirbel, Atlas und Axis, sind so konstruiert, dass der Kopf sich drehen lässt. Sie liegen direkt unter dem Foramen magnum – die größte Öffnung an der Schädelbasis –, durch welches das Rückenmark hindurchtritt, das wiederum über den Hirnstamm mit dem Gehirn verbunden ist.
Nerven
Der Schulter- und Nackenbereich sowie der Kopf werden von zahlreichen Nerven durchzogen. Im Nackenbereich zweigen sich acht Paare kleinerer Nerven vom Rückenmark ab, die bis in den Kopf ziehen. Im Kopf selbst befinden sich zwölf Hirnnerven, die für die Wahrnehmung und die Bewegung des Gesichts zuständig sind. Sie lassen uns sehen, riechen, schmecken und sprechen. Wir benötigen diese Nerven, um das Gleichgewicht zu halten, die Augen und den Unterkiefer zu bewegen. Auch die verschiedenen Gesichtsausdrücke haben wir ihnen zu verdanken. Ein Hirnnerv, der Nervus vagus, zieht in den Körper hinein, wo er vielfältige Aufgaben übernimmt, wie beispielsweise die Regulation des Herzschlages. Der Nervus accessorius wird zwar als Hirnnerv gezählt, entspringt aber dem Rückenmark. Er ist für die Bewegung des Kopfes und der Schultern zuständig.
Muskeln - wichtiger Faktor bei der Kopfschmerzen Enstehung
Die Kopfmuskulatur ist sehr gut ausgebaut. Im Gesicht sorgen viele kleine Muskeln für die Mimik. Drei Muskeln sind bei Kopfschmerzen besonders oft verspannt. Der Musculus frontalis ist für die Beweglichkeit der Stirn zuständig und zieht zu der Sehnenplatte auf dem Schädeldach, die am Hinterkopf mit dem Musculus occipitalis verbunden ist. Dieser Muskel ist für das Glätten der Stirn verantwortlich. Ein dritter wichtiger Muskel des Kopfes (M. temporalis) befindet sich um das Ohr herum. Er wirkt auf den Unterkiefer ein.
Die Muskulatur der Schultern und des Nackens ist eng mit dem Kopf verbunden. Sind sie verspannt, kann es ebenfalls zu Kopfschmerzen Entstehung kommen. Ein Muskel namens Kopfwender setzt unter dem Ohr an und zieht hinunter zum Schlüsselbein. Er ist, wie der Name schon andeutet, für das Drehen des Kopfes zuständig. Zwei kleine Muskeln, die an der Halswirbelsäule entlanglaufen, unterstützen den Kopfwender bei seiner Arbeit. Drei weitere Muskeln verlaufen von der Hals- beziehungsweise der Brustwirbelsäule zum Schulterblatt. Der größte Muskel, der Kapuzenmuskel (Musculus trapezius), ist in drei Abschnitte unterteilt. Diese Muskelabschnitte setzen an der Hals- und der Brustwirbelsäule an und bewegen den gesamten Schultergürtel.