Kornnatter im Terrarium: Tipps zur Haltung

Sofern sie gut und artgerecht ausgestattet ist, kann die Kornnatter im Terrarium nahezu genauso leben und überleben, wie in freier Wildbahn.


Die Kornnatter ist eine ungiftige, sehr kleine Würgeschlange, die ursprünglich aus Nordamerika stammt. Im Normalfall wird eine derartige Schlange etwa 1,2 bis 1,4 Meter lang, erreicht einen Körperdurchmesser von maximal vier Zentimetern und hat eine Lebenserwartung von etwa 16 Jahren. Da diese Schlangenart ungiftig ist und keinen Schutzstatus besitzt, kann die Kornnatter im Terrarium ohne Genehmigung einer Behörde als Haustier gehalten werden. Auf Grund ihres ruhigen Wesens und den vergleichsweise anspruchslosen Haltungsbedingungen wird diese Schlangenart unter den Haustieren immer beliebter.

Wie sich die Kornnatter am wohlsten fühlt
Wie alle Schlangen, wird auch die Kornnatter im Terrarium gehalten. Dabei sollte der natürliche Lebensraum der Schlange so gut wie möglich nachgebildet werden, zum Beispiel in Bezug auf Form, Größe, Gestaltung und klimatische Verhältnisse. Terrarien können aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. Die gängigsten sind Holz und Glas. Jedes dieser Mineralien hat seine Vor- und Nachteile. So hat Glas optische und hygienische Vorteile. Das Holz hingegen speichert Wärme und ist somit energieeffizienter. Unabhängig vom Material benötigt die Kornnatter im Terrarium ausreichen Platz. Laut eines Gutachtens des Bundesministeriums soll die Größe eines Terrariums (Länge x Breite x Höhe) das 1,0 x 0,5 x 1,0 –fache der Körperlänge der Kornnatter betragen. Der Platzbedarf, der nach dieser Formel ausgerechnet wurde, reicht allerdings maximal für die Haltung eines Paares. Für jede weitere Kornnatter sollten etwa 20 Prozent an Volumen dazugerechnet werden. Bei der Planung der Raumverhältnisse sollte allerdings auch berücksichtigt werden, dass Kornnattern Klettertiere sind. Daher sollte die Höhe des Terrariums im Idealfall 60 bis 80 Zentimeter betragen. Doch wie bei jedem Tier gilt: Je mehr Platz es hat, desto besser. Da diese Schlangen dämmerungsaktiv sind, sollte die Kornnatter im Terrarium ausreichend Versteckmöglichkeiten finden, wo sie sich am Tag zurückziehen kann. Außerdem sollte es in dem Terrarium auch ausreichend Möglichkeiten zum Klettern geben, zum Beispiel durch Äste, Rinden oder Pflanzen, die im Terrarium beliebig arrangiert werden können. Beim Bodengrund kann auf Laub, Rindenmulch, Buchenspäne oder Kleintierstreu zurückgegriffen werden. Diese Bodenschicht sollte eine Dicke von etwa fünf Zentimetern haben. Des Weiteren sollten mehrere Spots im Terrarium installiert werden, die die Temperatur tagsüber zwischen 24 und 30 Grad Celsius und in der Nacht zwischen 22 du 18 Grad Celsius halten. Um die Temperatur zu jeder Zeit überprüfen zu können, ist ein Thermometer von Nöten. Außerdem benötigt die Kornnatter im Terrarium eine Luftfeuchtigkeit von 45 bis 60 Prozent. Um diese zu erreichen, muss mehrmals täglich Wasser in das Terrarium gesprüht werden.

Das richtige Futter
In freier Wildbahn ernährt sich die Kornnatter von Mäusen, Echsen, Ratten, Vögeln, Kaninchen und Fledermäusen. Im Terrarium kann sie mit Ratten, Mäusen oder Küken gefüttert werden. Diese Futtertiere gibt es lebend, aber auch gefroren in gut sortierten Zoofachgeschäften und Terraristik-Fachgeschäften. Auch eine Schale zum Trinken sollte der Kornnatter im Terrarium bereitgestellt werden. Diese Schlangen trinken zwar recht unregelmäßig, benötigen aber dennoch immer ein Angebot von Flüssigkeit.