Korrekt zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten - so geht´s

Zitate, Verweise und Quellenangaben – Wie man peinliche Plagiate vermeidet und stilsicher wissenschaftlich zitiert.


Korrekt zitieren will gelernt sein. Wie gewisse Politiker in den letzten Monaten eingängig bewiesen haben, kann man nur allzu schnell in die Zitat-Falle tappen und sich des Plagiates schuldig machen. Doch wie lassen sich solche unangenehmen Fehler vermeiden und was muss man beachten wenn man korrekt zitieren möchte?

Wann ist korrektes Zitieren notwendig?

  • Ein Zitat ist immer dann nötige wenn Fakten, Meinungen oder Tatsachen wiedergegeben werden, die nicht aus der eigenen Kreativität entstanden, sondern von einer anderen Quelle herangezogen wurden. Dabei wird zwischen dem Zitat und dem Verweis unterschieden.
  • Das Zitat muss verwendet werden, wenn das von der primären Quelle Gesagte oder Geschriebene eins zu eins wiedergegeben wird. Dabei muss der Name des Ursprünglichen Verfassers genannt werden und das Zitat mit Anführungsstrichen gekennzeichnet werden. Auch bei leichten Änderungen des ursprünglichen Satzes, beziehungsweise der Aussage, muss zitiert werden, solange der Inhalt und/ oder der Satzbau nicht schwerwiegend verändert werden.
  • Dabei sollten ausgelassene oder eingefügte Passagen durch eckige Klammern angedeutet werden. Im Idealfall sollte auch der Kontext, in dem die Aussage gemacht wurde, erwähnt und kurz dargestellt werden um zu gewährleisten, dass die Bedeutung durch Dekontextualisierung verfremdet wird. Man sollte berücksichtigen, dass auch eine Verfremdung der Aussage als unkorrektes Zitieren ausgelegt werden kann.

Was ist ein Verweis und wann wird er gebraucht?

  • Im Gegensatz zum Zitat, wird bei einem Verweis keine Aussage übernommen, sondern ein Sachverhalt untermauert oder eine Hypothese gestützt. Zu diesem Zweck wird sich der Verfasser eines Textes einer oder mehrerer Quellen bedienen, welche dann meist anhand einer Quellenangabe am Textende genannt werden und auf die an der betreffenden Stelle im fließenden Text hingewiesen wird.
  • Diese Art der Kennzeichnung ist besonders bei natur- und ingenieurwissenschaftlichen Arbeiten üblichen, bei denen oft die Ergebnisse andere Forschungsgruppen im Kontext der eigenen Arbeit erwähnt werden. Bei Verweisen müssen das Erscheinungsjahr, die Namen der ersten fünf Autoren des Ursprungstextes, der Kontext der Veröffentlichung (in welchem Buch oder Magazin ist der Text veröffentlicht worden) erwähnt werden, sowie der Ort, an dem man den Quellentext zu Kontrollzwecken finden kann (Seitenzahl, Kapitel, Ausgabe). Man unterscheidet wiederum verschiedene Stile der Quellenangabe anhand der Informationen und der Reihenfolge der Angaben, die je nach Veröffentlichungsmedium angepasst werden.
  • Korrekt zitieren ist also mehr, als an den richtigen Stellen Anführungszeichen zu setzen. Alle Informationen die nicht selbst produziert oder recherchiert wurden, müssen auf ihren Urheber zurückführbar sein. Nicht korrekt zitieren bedeutet, sich das geistige Eigentum anderer zu nutze zu machen. Es ist darum besonders wichtig sich an die Regeln zu halten, wenn man eine wissenschaftliche Arbeit verfassen möchte. Viele Internetportale, wie zum Beispiel die Informationsseiten der Universitäten, bieten hochqualitative Unterstützung beim Zitieren. Auf diese wertvollen Tipps und ausführlichen Übersichten sollte immer zurückgegriffen werden, sobald Unsicherheiten auftreten.