Kosmetische Laserbehandlung

Eine kosmetische Laserbehandlung zur Bekämpfung von Falten gehört zu den besten Methoden, um einen langfristigen Verjüngungseffekt des Hautbilds zu erzielen


In der ästhetischen Dermatologie ist die kosmetische Laserbehandlung ein fester Bestandteil geworden. Die Therapien lassen sich in ablative und nicht ablative Verfahren einteilen. Mit ablativen Methoden werden Hautschichten abgetragen.

 

„Skin-Resurfacing“
Die ablative Lasertherapie gilt als eine effektive Methode zur Hautverjüngung. Die Methoden sind auch unter dem Begriff Skin-Resurfacing bekannt, die Haut soll also wieder in ihren „Ausgangszustand“ gebracht werden. Die obersten, lichtgeschädigten Hautschichten werden mithilfe der Laserenergie abgetragen. Somit entsteht eine oberflächliche Wunde, die erst nach 7 bis 10 Tagen epithalisiert. Die Regeneration der Haut erfolgt über die Keratinozyten, die in die Wunde einwachsen. Die lange Zeitspanne, in der man sich nicht der Öffentlichkeit präsentieren kann, ist der Hauptnachteil dieser Behandlungsmethode, da während der Heilphase nicht überschminkt werden darf (4).

„Skin-Rejuvenation“
Die nicht ablative Lasermethode mit dem Neodym: YAG Laser oder mit dem Glasfaserlaser versprechen eine sichtbare Hautglättung. Ein nicht ablatives Verfahren ist beispielsweise die fraktionierte Fotothermolyse, das mit einem Erbium dotierten Glasfaserlaser arbeitet. Die Laserenergie von etwa 1500 Nanometern lässt sich auf nur kleine Gewebeareale abgeben. Es werden somit lediglich kleine Wunden in der Haut erzeugt, die ein geometrisches Muster ergeben. Die Wunden zerstören Kollagen, sind sonst aber von normalem und gesundem Gewebe umgeben. Die Laserenergie lässt sich anpassen, sodass bei Pigmentstörungen oberflächlich und bei Aknenarben tiefer behandelt werden kann. Das Stratum corneum bleibt von der Laserenergie aufgrund des geringen Wassergehaltes unberührt, unter dieser intakten Schicht setzt schnell die Reepithalisierung ein. Innerhalb von zwei Wochen kommt es zu einer starken Abschuppung der Haut. Durch die fraktionierte Fotothermolyse lassen sich 10 bis 20 % der Haut praktisch erneuern, so die Befürworter der Methode. Es werden meist drei bis fünf Sitzungen alle drei bis vier Wochen durchgeführt, um das optimale Ergebnis der Methode zu erreichen. Die kurze Zeit des Ausfalls, circa drei Tage, ist ein großer Vorteil dieses Verfahrens. Wichtig sind nach der Behandlung Sonnenblocker und Vermeidung von starker Sonnenstrahlung auf die Haut. Der Effekt der Hautverjüngung zieht sich über mehrere Monate. Die Nebenwirkungen des Fraxel-Lasers sind ein meist direkt nach der Behandlung auftretendes Erythem und ein leichtes Ödem. Hypopigmentierungen wurden nicht beobachtet.

 

Kritik an der Behandlung
Die reine nicht ablative, kosmetische Laserbehandlung wird von Kritikern aufgrund ihrer zu geringen Wirkung auf tiefe Falten negativ betrachtet. In der ästhetischen Dermatologie wird aufgrund der ergänzenden Eigenschaften über eine kombinierte Therapie aus ablativer und der nicht ablativer Methoden nachgedacht.