Kosten beim Hormonspeicheltest: Wie viel kostet der Test und wer muss die Kosten wann tragen?

Der Hormonspeicheltest hat gegenüber dem Bluttest deutliche Vorteile, doch in Deutschland übernehmen die Krankenkassen selten die Kosten.


Um den Hormonspiegel zu bestimmen, wird in Deutschland noch immer Blut abgenommen, denn der Hormonspeicheltest gehört nicht zu den anerkannten Erkennungsmethoden, sodass lediglich einige private Krankenkassen bereit sind, die Kosten dafür zu übernehmen.

Hormonspeicheltest – wann er sinnvoll ist

Es gibt verschiedene Gründe, warum der Hormonhaushalt überprüft werden muss. Ein Hormonspeicheltest ist ein sehr gutes Mittel, die Hormonkonzentration zu bestimmen, die Kosten sind allerdings relativ hoch. Hormone spielen bei der körperlichen Entwicklung eine große Rolle, sind Indikator für ein seelisches Ungleichgewicht und regeln den Zucker- und Fettstoffwechsel, den Menstruationszyklus und das Sexualleben. In der Regel wird der Hormonhaushalt durch eine Blutentnahme überprüft, der Hormonspeicheltest bietet, trotz der Kosten, deutliche Vorteile. Bei Sexualstörungen können die für die Analyse notwendigen freien Hormone mitbestimmt werden, einer Blutanalyse kann diese wichtigen Indikatoren nicht erfassen. Hinzu kommt, dass sich im Blut eine Reihe von Substanzen befinden, die ein Testergebnis beeinflussen und die Diagnose zum Teil nicht nur erschweren, sondern in manchen Fällen sogar verfälschen. Die sogenannten Konjugate gehören zu diesen Stoffen, sie sind zum Abbau vorbereitet in der Leber und werden über die Nieren ausgeschieden. Das Problem liegt darin, dass Konjugate den Steroiden in der Molekularstruktur sehr ähnlich sind, sodass eine Unterscheidung bei der Blutanalyse extrem schwierig wird. In der Speicheldrüse kommen die Konjugate nicht vor, sodass der Hormonspeicheltest wirklich nur Hormone zur Bestimmung heranzieht. Leider bevorzugen Krankenkassen die Gefahr einer Fehlbehandlung aufgrund einer möglicherweise verfälschten, aber dafür herkömmlichen bestimmen Analyse und übernehmen die Kosten für die sicherere Methode nicht.

Vorteile des Hormonspeicheltests

Die Hormonbestimmung über den Speicheltest bringt deutlich genauere Laborwerte. Das Blut bindet die Hormone an Proteine, während im Speichel achtundneunzig Prozent der Hormone ungebunden sind, was den Test nicht nur vereinfacht, sondern auch zu einer deutlich schnelleren Analyse führt. Hinzu kommt, dass Hormone nicht kontinuierlich vom Körper ausgeschüttet werden, sondern in Schüben, gesteuert vom Hypothalamus und der Hypophyse, zwischen acht und sechzehn Mal täglich. Das hat die Folge, dass der Hormonspiegel eventuell als hoch oder gar zu hoch respektive niedrig oder zu niedrig bewertet wird, obwohl er im Tagesdurchschnitt normal wäre. Ein weiterer Vorteil des Hormonspeichertests ist die Schmerzfreiheit und mangelnde Gefahr einer Infektion. Bei Blutabnehmen können sich an der Einstichstelle trotz Hygienemaßnahmen Bakterien ansammeln und für eine Entzündung sorgen. Eine falsch gesetzte Spritze verletzt das Gewebe, schmerzhafte Hämatome sind die Folge. Ein Hormonspeicheltest ist in jeder Hinsicht gefahrlos, selbst für Kinder und ängstliche Patienten geeignet und stellt trotz der relativ hohen Kosten eine perfekte Alternative zum Bluttest dar.
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