Kostenschätzung

Beim Bau eines Eigenheims kann man sehr leicht in die Schuldenfalle tappen. Dabei sollte zunächst die eigene monatliche Belastbarkeit geprüft werden.


Damit der Traum vom eigenen Heim in Erfüllung gehen kann, ist eine genaue Kostenplanung wichtig. Über den reinen Kaufpreis der Immobilie hinaus, müssen Bauherren mit zahlreichen Gebühren rechnen. Außerdem empfiehlt es sich, auch für unvorhergesehene Ausgaben etwas zurückzulegen.
 
Eine Kostenplanung für solch hohe Summen sollte niemals ohne professionelle Beratung stattfinden.
 
Eigenkapital
Um bei einer Bank einen Kredit zu bekommen, sollte man mindestens 20 Prozent der gewünschten Kreditsumme bereits selbst angespart haben. Bestimmte Anbieter am Markt bieten allerdings auch eine so genannt Null-Finanzierungen an, für diese ist kein Eigenkapital notwendig. Jedoch gilt: Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto günstiger fallen auch die Zinsen aus.
 
Maximaler Kreditbetrag
Die Bank gewährt nicht jedem Kunden einen Kredit in der gleichen Höhe. Die maximale Kreditsumme ist abhängig vom Eigenkapital, vom Einkommen und von einigen anderen Faktoren. Von dem Geld, das dem Kreditnehmer monatlich zur Verfügung steht, müssen der Kredit getilgt und die Zinsen gezahlt werden.
 
Maximale Finanzierbarkeit
Der maximale Kreditbetrag und das Eigenkapital bilden zusammen die maximale Finanzierbarkeit. Diese Summe steht bei einem Hauskauf maximal zur Verfügung. Sie ist jedoch nicht mit dem Kaufpreis zu verwechseln. Beim Erwerb einer Immobilie entstehen noch viele weitere Kosten. Diese müssen ebenfalls durch Eigenkapital und Kredit abgedeckt werden.
 
Kosten
Die zusätzliche Kosten, die beim Kauf eines Hauses anfallen, können noch einmal bis zu 16 Prozent des Kaufpreises ausmachen. Deshalb sollten sie unbedingt in der Finanzierungsplanung berücksichtigt werden. Beim Erwerb eines Grundstücks werden Notar- und Gerichtskosten fällig. Außerdem muss man mit Grunderwerbssteuer und unter Umständen auch Maklerprovision rechnen. Hinzukommen können darüber hinaus Vermessungskosten und Kosten für eine Bodenuntersuchung, einen Abbruch und eine eventuelle Sondermüll- oder Altlastenbeseitigung. Wenn Boden bewegt oder Holz abgenommen werden muss, sollte das ebenfalls einkalkuliert werden. Auch Aufwendungen für den Bau, für betriebstechnische Anlagen und für Sondermaßnahmen sollten Bauherren bedenken. Die Außenanlagen wie etwa Wege, Zäune, Fahrzeugstellplätze, Gartenflächen und Versorgungsanlagen für Gas, Wasser und Strom stellen ebenfalls einen wichtigen Kostenfaktor dar. Und schließlich fallen auch für die Finanzierung noch einmal Kosten an. Dazu gehören Bearbeitungsgebühren von Banken, Zinsvorauszahlungen (Disagio), Wertermittlungskosten, Kosten für Zwischenfinanzierungen und Bürgschaftskosten. Auch Bauversicherungen, Architekten, Ingenieure, Baubetreuung und -genehmigung, Prüfstatik und behördliche Abnahmen müssen bezahlt werden.

Eine Baufinanzierung kann unerwartete Kosten mit sich bringen, allerdings durch bestimmte Faktoren auch viele Einsparungsmöglichkeiten offerieren.