Kräutertee: Heiltee und Gesundheitstee

Bei Kräutertee unterscheiden Experten im Groben zwischen Heiltee und Gesundheitstee. Beide dienen jedoch dazu das Wohlbefinden des Menschen zu fördern.


Vor allem in der kälteren Jahreszeit erfreut sich Kräutertee großer Beliebtheit. Viele Menschen greifen in den Wintermonaten lieber zu einer schönen heißen Tasse Tee als zum Kaffeebecher. Dabei wärmen Kräutertees nicht nur von innen, klinische Studien haben gezeigt, dass sie auch Beschwerden heilen oder zumindest lindern können. Experten unterscheiden in diesem Bereich generell Arznei- oder Heiltee und Tee zur Gesundheitsförderung.

Heiltee oder Arzneitee
Der Heiltee oder Arzneitee wird bei akuten Beschwerden angewendet. Besonders bei Beschwerden der Atemwege, der Harnwege und der Verdauung haben sich Kräutertees in der Vergangenheit als heilender Helfer bewährt. Arzneitees sollten nur bei akuten Beschwerden und Krankheiten getrunken werden. Es empfiehlt sich außerdem diese nur in der Apotheke zu kaufen, weil hier sichergestellt ist, dass hochwertige und auf Rückstände geprüfte Pflanzen verwendet werden. Zudem erhält man in der Apotheke wichtig Anweisungen zur Einnahme, die unbedingt beachtet werden müssen. Wichtig ist außerdem, dass Arzneitees lichtgeschützt und luftdicht aufbewahrt werden. Süßen sollte man außer Hustentee Arzneitees nicht, da Zucker die Wirkung der Kräuter beeinträchtigen kann.

Gesundheitstee
Gesundheitstees haben bestimmte Effekte auf den menschlichen Organismus, dienen beispielsweise zur Entspannung oder sollen den Schlaf fördern. Im Gegensatz zu Heiltee kann ein gesundheitsfördernder Tee auch über einen längeren Zeitraum kurmäßig eingenommen werden. Gesundheitstees werden zur Vorbeugung bestimmter Krankheitsbilder getrunken. Bei allen Teesorten sollte man auf eventuelle allergische Reaktionen achten. Man kann verschiedene Kräuter oder Extrakte miteinander kombinieren, da sie sich in ihrer Wirkung unterstützen können und in Kombination sogar besser schmecken können.

Tee richtig zubereiten
Wirkungsweise und Geschmack des Tees hängen maßgeblich von Zerkleinungsgrad der Extrakte und von deren Ziehzeit im Wasser ab. Je nach Ziehdauer werden unterschiedliche Inhaltsstoffe aus den Kräutern oder Pflanzenteilen herausgezogen. Man sollte deshalb bei allen Extrakten darauf achten, wie lange der Tee ziehen muss, damit er eine bestimmte Wirkung erzielt.
Bei der Zubereitung gilt die Faustregel: Auf 150 bis 200 Milliliter Wasser kommt etwa ein gestrichener Teelöffel Kräuter. Die Extrakte werden mit kochendem Wasser übergossen und ziehen meist zugedeckt etwa drei bis zehn Minuten. Durch das Zudecken können die ätherischen Öle aus den Kräutern nicht entweichen.