Kreuzbandriss - Operation schützt sportliche Karrieren

Der Kreuzbandriss entsteht meist durch die ruckartigen Richtungsänderungen oder Verdrehungen des Knies. Danach schwillt das Knie zunächst an und das \"Opfer\" erleidet starke Schmerzen. Eine Operation ist hier sehr häufig.


Eine häufige Sportverletzung ist der Kreuzbandriss. Bedeutete die Diagnose früher meist das Aus für den Leistungssport, sind heutzutage durch medizinische Fortschritte viele Betroffene nach einem halben Jahr wieder aktiv. Einzig Kontaktsportarten sollten nach einem Kreuzbandriss vermieden werden. Die Kreuzbänder verlaufen von der Schienbeinmitte bis zum Oberschenkelknochen und sorgen für die nötige Stabilität des Kniegelenks.

 

Kreuzbandriss oft beim Sport

Bei einem Kreuzbandriss wird das Band durch Gewalteinwirkung vollständig oder teilweise durchtrennt. Besonders häufig tritt der Kreuzbandriss bei Sportaktivitäten wie Fußball, Tennis oder Skifahren auf, da es hier zu plötzlichen und ruckartigen Verdrehungen des Knies kommt. 

Kreuzbandrisse Symptome
Auf einen Kreuzbandriss deutet eine schmerzvolle Schwellung des Kniegelenks hin. Doch schon den Riss des Bandes kann der Betroffene spüren. Ein knackendes Geräusch bei der Verletzung und darauf folgende Gangunsicherheiten sowie das willkürliche Wegknicken des Gelenks sind weitere Anzeichen. Auch Blut- oder Flüssigkeitsansammlung im Gelenkinneren kennzeichnen zu 80 Prozent  einen Kreuzbandriss. Lässt sich der Schienbeinkopf bei gebeugtem Knie gegenüber dem Oberschenkel verschieben, nennt man dies den Schubladen-Effekt oder das Schubladen-Phänomen. Die Wahrscheinlichkeit eines Bänderrisses ist beim vorderen Kreuzband zehn Mal so häufig wie beim hinteren Kreuzband. Als erste Maßnahme nach einem Kreuzbandriss sollte das Bein ruhig gestellt und die entsprechenden Stellen gekühlt werden. 

Kreuzbandriss Operation: Bis 65 möglich
Während noch in den 1970er Jahren ein Patient bei der Kreuzbandriss Operation durchschnitlich nicht älter als 35 Jahre alt sein durfte, besteht heute die Möglichkeit für einen chirurgischen Eingriff bis zum Alter von 65 Jahren. Doch es ist mit einer langen Rehabilitationsphase zu rechnen. Bei dem operativen Eingriff wird ein Sehnenstück als Verbindungsstück zwischen die getrennten Bänderhälften gesetzt. Die zwischen Kniescheibe und Schienbein verlaufende Patella-Sehne sowie die Semitendinosus-Sehne aus dem Oberschenkel stehen hier in der Regel zur Verfügung.

Das Ziel der Operation ist die Stabilisierung des Gelenks. Aus einem unbehandelten Kreuzbandriss ergeben sich schwerwiegende Folgeschäden. Die Unbeständigkeit des Gelenks führt in jedem Fall zu Meniskus- und Knorpelschäden. Diese Gelenkabnutzungen lassen wiederum die Gelenkveränderung Arthrose entstehen.