Kreuzfahrtschiffe - Wie sicher ist das Leben an Bord?

Der Ruf „Eisberg voraus!“ gehört der Vergangenheit an. Die größten Gefahrenquellen für moderne Kreuzfahrtschiffe sind Feuer, Piraten und Diebe.


Fast täglich berichten die Medien über Piratenüberfälle, havarierte Schiffe und Diebstähle auf hoher See. Doch in wie weit sind auch Kreuzfahrtschiffe von diesen wenig vertrauenserweckenden Meldungen betroffen?

Diebstähle an Bord und an Land
Das momentan größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die Oasis of the Seas, bietet Platz für 5400 Passagiere. Gerade solche Ozeanriesen sind wie ein eigener Mikrokosmos – da lässt sich auch das ein oder andere Verbrechen an Bord nicht vermeiden. Gerade sorglose Urlauber ergeben in Kombination mit erhöhtem Alkoholkonsum ein vergleichsweise einfaches Ziel ab. Um sich vor Diebstahl zu schützen, sollte man seine Wertgegenstände im Schiffs-Safe, mindestens aber in der verschlossenen Kabine aufbewahren. Wird dann trotzdem etwas gestohlen, haftet der Veranstalter. Auch bei Landgängen kann man sich vor Diebstählen schützen. Vor allem in ärmeren Ländern sollte man einsame Gegenden meiden und keine teure Kleidung oder teure Accessoires zur Schau zu tragen.

Reiseveranstalter werben gerne damit, dass Kreuzfahrten zu machen die sicherste Reiseform ist. Statistiken geben ihnen teilweise recht: Vor allem europäische Kreuzfahrtschiffe können eine geringe Verbrechensrate vorweisen. Wesentlich höher ist sie hingegen auf außer-europäischen Schiffen, die zum Beispiel Vergnügungstouristen durch die Karibik schippern.

Piraten und Feuer
Kollisionen mit anderen Schiffen, Eisbergen oder Riffen kommen heutzutage fast nicht mehr vor. Eine wesentlich reellere Gefahr ist Feuer; am häufigsten treten Kabinenbrände auf. Da weltweit alle Kreuzfahrtschiffe den gleichen hohen Sicherheitsstandards entsprechen müssen, kommt es aber nur noch selten vor, dass sich ein Feuer an Bord ausbreiten kann und bedenkliche Schäden verursacht. Auch die zahlreichen Feuermelder und feuersicheren Türen helfen dabei. Seit 2010 werden zudem keine brennbaren Materialen mehr in Kreuzfahrtschiffen verbaut – es gilt also: Je jünger das Schiff, desto sicherer ist es. Wichtig ist außerdem, dass im Brandfall keine Panik unter den Passagieren ausbricht.

Gefährlich werden können auch Piraten, wie sie momentan zum Beispiel vor der Küste Somalias aktiv sind. Nachdem sie zum Zwecke der Lösegeld-Erpressung zunächst vor allem Handelsschiffe überfallen haben, gibt es nun auch vermehrt Übergriffe auf Kreuzfahrtschiffe. Die Gefahr lässt sich nur umgehen, indem man keine Kreuzfahrt bucht, die durch solch gefährdete Gewässer führt.