Grundsätzlich besteht ein Zahn aus zwei Teilen, den unteren nennt man Zahnwurzel, den oberen Zahnkrone, wobei das Wort „Krone“ auch metaphorisch für Zahnersatz verwendet wird, der den oberen Teil des Zahnes bedeckt. Doch der Reihe nach: Die Krone ist anatomisch und klinisch der Teil des Zahnes, der aus dem Zahnfleisch herausragt und mit der härtesten Substanz im menschlichen Körper bedeckt ist: Dem Zahnschmelz. Im normalen Gebiss sind der klinische und anatomische Teil deckungsgleich, durch Erkrankung oder Rückgang des Zahnfleisches, kann der klinische Teil sich allerdings „erweitern“ und plötzlich auch noch freiliegende Zahnwurzeln und – hälse umfassen, die man anatomisch eigentlich nicht sehen dürfte. In einem gesunden Gebiss ist die Wurzel jedenfalls doppelt so lang, wie die Krone, wenn es so weit kommt, dass beide gleich lang sind, hat der Zahn nicht mehr ausreichend Halt und sollte entfernt werden. Die Krone ist entsprechend der Teil des Zahnes, der am meisten der Kariesgefahr ausgesetzt ist: Hier sammelt sich Plaque und Kohlenhydrate, weshalb man immer darauf achten sollte, dass die hygienischen Verhältnisse gewahrt bleiben. Ist es allerdings so weit, dass der Schmelz geschädigt ist und Karies ein Loch in die Krone fressen konnte, kann es sein, dass die natürliche Zahnkrone mit einer künstlichen „überkront“ werden muss. Während eine Füllung immer direkt in den Zahn eingebracht wird, handelt es sich hierbei um Zahnersatz, der die beschädigten Teile ersetzt, indem er auf den Zahn aufgebracht wird, wie eine Schutzhülle. Diese künstliche Krone wird in einem speziellen Labor angefertigt und zwar anhand eines Abdruckes, den der Zahnarzt genommen hat. Damit sie hält und auch kosmetisch einwandfrei aussieht, muss der kariöse Zahn vorher entsprechend präpariert werden, der Karies muss sauber entfern werden und die Außenfläche gut angeschliffen sein.