Küche: Ameisen bekämpfen

Ameisen sind zwar nicht gefährlich, aber gerade in der Küche unappetitlich. Wir erklären, wie Sie Ameisen bekämpfen können.


Sie kommen durch Ritzen oder durch die Fenster ins Haus, deswegen sollte man unbedingt alle Löcher schließen – zum Beispiel mit Gips, Silikon oder Acryl. Bei Fenstern oder Terrassentüren hilft auch schon eine natürliche Grenze. Verteilen Sie Teebaum- oder Minzöl, Backpulver oder Zimt – die Ameisen mögen den Geruch nicht und sollten davor umdrehen. Auch ein Kreidestrich soll Ameisen bekämpfen können. Haustierhalter sollten aufpassen: Katzen mögen ebenfalls kein Teebaumöl.

Entdeckerinnen aus dem Haus halten
Die eine oder andere Ameise verirrt sich schnell in die Wohnung. Doch sollte man aufpassen. Denn handelt es sich um Entdeckerinnen, die Futterquellen suchen, hat man schnell den ganzen Ameisenstaat in der Wohnung. Denn haben sie Futter entdeckt, legen die Entdeckerinnen eine Duftspur. Mit Gerüchen, die sie nicht mögen, lenkt man die Arbeiterinnen von der Fährte ab. Und das ist wichtig. Denn hat man erst einmal Ameisen im Haus, machen diese sich über Essensreste und Krümel her – am liebsten mögen sie Brot, Fleisch, Käse, Eier aber auch Süßes schmeckt ihnen sehr gut. Mithilfe von Gewürznelken, Lavendel, Eukalyptus, Zitrone, Lorbeer, Tomate oder Kaffeesatz kann man die Entdeckerinnen leicht verwirren.

Die Straße unterbrechen
Haben Sie einzelne Ameisen im Haus, mischen Sie eine Hälfte Wasser und eine Hälfte Essig in der Sprühflasche, damit können Sie schnell und effektiv die Ameisen bekämpfen. Bildet sich eine Straße in Ihrem Haus, sollten Sie diese schnell blockieren, zum Beispiel durch doppelseitiges Klebeband, Backpulver oder zerbröselte Eierschalen. Das Töten einzelner Ameisen ist jedoch sinnlos, solange die Königin des Volks lebt. Mithilfe von Fressködern erwischt man die Königin: Man stellt den Köder an der Ameisenstraße entlang auf, die Ameisen tragen Brocken davon weg und füttern ihre Königin damit, diese stirbt. Das Ameisenvolk wird daraufhin orientierungslos und zerstreut sich. Allerdings können die Tiere gegen das Gift immun werden.

Umsiedeln oder bekämpfen?
Meist sind die Ameisennester in Ritzen oder Löchern versteckt, also in Blumentöpfen, unter Wegplatten, hinter Schränken oder in der Nähe von Abfall, der offen herumsteht. Haben Sie das Nest entdeckt, können Sie es entweder umsiedeln oder bekämpfen. Die brutale Lösung ist es, das Nest mit kochendem Wasser zu übergießen. Tierfreundlicher ist es dagegen, das Nest umzusiedeln.
Legen Sie ein Knäuel Holzwolle aus, die Ameisen machen es sich darin heimisch und lassen sich so einfach umsiedeln. Man kann das Nest auch aufsaugen, allerdings muss man hiernach seinen Staubsauger gründlich reinigen und natürlich den Beutel wechseln.

Wie vorbeugen?
Lagern Sie Ihre Lebensmittel immer kühl und trocken, lüften Sie regelmäßig und halten Sie so die Raumtemperatur unter 20 Grad, denn Ameisen mögen es viel lieber warm und feucht.