Küchenirrtum No. 12: Eier abschrecken, damit sich die Schale besser löst

Jeder kennt es sicherlich. Das Eier abschrecken. Doch wozu eigentlich?


Ein gekochtes Ei zum entspannten Sonntagsfrühstück gehört bei uns beinahe zu den Morgenritualen. Ob ein Dreiminuten-Ei oder die härtere Fünfminuten-Variante – alles wird nach dem Kochen kalt abgeschreckt. Fragt man einen Menschen danach, weshalb man die armen Eier denn abschreckt, so erhält man die immer wiederkehrende und unsinnige Antwort „um sie besser schälen zu können“ als Begründung. Dies ist also eines der berühmten Küchenmythen. Ob sich die Schale des Eis gut löst, hat nämlich nichts damit zu tun und kann auch gar nicht von uns beeinflusst werden. Ob sich die Schale gut lösen lässt, hängt vielmehr von dem Ph-Wert ab, den das Ei hat, nachdem es gelegt wurde. Der eigentliche Grund, aus dem ein Ei abgeschreckt wird, beziehungsweise, worauf das Abschrecken eine Wirkung hat, ist dass das Nachgaren verhindert wird. So kann man sein Frühstücksei minutengenau kochen.

Die hier vorgestellten Küchenmythen sind Ludger Fischers Büchern Kleines Lexikon der Küchenirrtümer und Noch mehr Küchenirrtümer entnommen.