Küchenirrtum No. 4: Ist es gefährlich, Pilz aufzuwärmen?

Diese Regel kennt auch jeder. Demnach ist es aus irgendeinem Grund gefährlich, Pilze aufzuwärmen und zu verspeisen.


Unsere Mütter und Großmütter warnten uns seit jeher, niemals Reste von Pilzen aufzuwärmen, da es für den Organismus giftig oder schädlich sein soll. Brav hält man sich dann auch an diese Anordnung und glaubt sie natürlich auch. Doch eigentlich stimmt auch diese Küchenweisheit nicht. Der Ursprung dieser Küchenregel liegt in früheren Zeiten, zu denen die Lagerbedingungen und die Hygiene bei der Zubereitung nicht die gleichen waren wie heute. Außerdem haben wir schließlich einen Kühlschrank.

Der Grund für die Warnung liegt in der Zusammensetzung von Pilzen aus Eiweiß und Wasser, was eine an Sauerstoff leicht verderbliche Mischung ausmacht. Es funktioniert nach dem gleichen Prinzip, wie Fleisch und Bakterienbefall. Wenn man aber Pilzgerichte oder Reste davon nach einer Mahlzeit zügig in den Kühlschrank stellt, kann man sie auch noch einen Tag später aufwärmen und gefahrlos genießen. Man sollte die Pilze aber auf mindestens 70 Grad erwärmen. Lässt man sie jedoch länger bei Zimmertemperatur stehen, oder hält man die Gerichte warm, fördert man die Vermehrung der Bakterien und gefährdet tatsächlich die Gesundheit.

Die hier vorgestellten Küchenmythen sind Ludger Fischers Büchern Kleines Lexikon der Küchenirrtümer und Noch mehr Küchenirrtümer entnommen.