Küchenirrtum No. 7: Rohes Gemüse ist gesünder

Dies predigen viele Ernährungswissenschaftler, denn im rohen Gemüse sind alle Vitamine intakt enthalten.


Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt in Gemüse wird durch eine Zubereitung, egal ob kochen oder backen und abhängig von der Temperatur, mehr oder weniger vermindert. Daher gilt die goldene Regel, dass rohes Obst und Gemüse wesentlich gesünder ist. Doch so pauschal stimmt diese Regel auch wieder nicht, denn gesünder ist relativ. Es ist wahr, dass der Vitamingehalt in Rohkost größer ist, doch gleichzeitig würde eine pure Ernährung aus rohem Gemüse unsere Verdauung stark belasten, da Rohes schwerer verdaulich ist.
Die Folgen bei hauptsächlicher Ernährung aus Rohkost sind bei den meisten Menschen Blähungen und Krämpfe, da sich Nahrungsbestandteile im Darm ablagern und zu gären beginnen. Leicht zubereitetes Gemüse dagegen ist verdauungsfreundlicher und außerdem werden dadurch auch Mikroorganismen zerstört, die nicht ungefährlich sind. Dennoch gilt, dass regelmäßig, nicht aussschließlich, auch Rohes zu essen, vor allem als Süßigkeitenersatz sehr gesund ist.

Die hier vorgestellten Küchenmythen sind Ludger Fischers Büchern Kleines Lexikon der Küchenirrtümer und Noch mehr Küchenirrtümer entnommen.