Küchenirrtum No. 8: Mit Alkohol kochen macht nichts

Mit Alkohol kochen ist beliebt und viel gesehen. Gut, dass der Alkohol verdampft!


In einem exquisiten Soßenrezept verleiht er ein besonderes Aroma und rundet die Gaumenfreude ab: der Alkohol. Ob Rotwein oder Schnaps, beides sind beliebte Beigaben. Es heißt dabei aber, dass es das Aroma ist, das bleibt. Der Alkohol verfliegt beziehunsgsweise verkocht einfach nach einem Weilchen. Doch das stimmt auch so nicht. Diese Regel gilt für reinen Alkohol, der ab 78 Grad Hitze siedet und so verfliegt. Wein, Schnaps oder Bier dagegen enthält noch Wasser, welches die Siedetemperatur deutlich erhöht. Der Alkoholgehalt sinkt zwar mit der Zeit, doch beträgt er nach einer halben Stunde des Kochens beispielsweise noch 35 Prozent des Ausgangsgehaltes und nach zweieinhalb Stunden immerhin noch fünf Prozent.
Was zu sagen bleibt, ist dass man gerne mit Alkohol kochen darf und soll, jedoch nicht wenn man auch für Kinder kocht oder gar alkoholkranke Menschen. Solche Speise bergen nämlich das Risiko eines Rückfalls. Eigentlich sollte man diesen Fakt schon vom beliebten Glühwein kennen, da dieser auch nach Stunden des Warmhaltens immer noch seine beschwipsende Wirkung behält.

Die hier vorgestellten Küchenmythen sind Ludger Fischers Büchern Kleines Lexikon der Küchenirrtümer und Noch mehr Küchenirrtümer entnommen.