Kündigungsfristen beim ADAC

Kündigungsfristen beim ADAC: Die Satzung des ADAC knüpft die Kündigungsfrist der Mitglieder an die Beitragsperiode und fordert eine Kündigung spätestens ein Vierteljahr vor deren Ablauf.


Kündigungsfristen beim ADAC: Der mitgliederstarke ADAC – Allgemeiner Deutscher Automobil-Club – ist ein Verein. Auch wenn er seine gewerblichen Betriebe über Gesellschaften mit beschränkter Haftung abwickelt. Und Vereine können kraft Gesetzes in ihrer Satzung festlegen, dass eine Austrittserklärung erst nach Ablauf des zweiten Jahres nach dem Eingang der entsprechenden Willenserklärung beim Vorstand wirksam wird. Damit sollen Vereine davor bewahrt werden, das bei für die Mitglieder unerfreulichen Beschlüssen, wie etwa einer Beitragserhöhung, diese in Massen davon laufen.

Mitglied beim ADAC wird der Autobesitzer meist unter unerfreulichen Umständen. Sein Fahrzeug ist liegen geblieben und freundliche Mitarbeiter der Straßenwacht sind nur zu bereit, dem Fahrer zu helfen. Auch wenn er nicht dem Verein angehört. Die Höfle würde zwar teuer werden, aber auch dagegen lässt sich etwas machen. Aus seiner Mappe holt der Straßenwachtfahrer das Formular einer Beitrittserklärung hervor. Und schwups ist seine Hilfe kostenlos. Das mag rechtlich fragwürdig sein, aber das ist im Augenblick dem Autofahrer, wie dem ADAC, sehr gleichgültig.

Kündigungsfristen beim ADAC werden durch die Satzung festgelegt
Kündigungsfristen beim ADAC: Von der Satzung ist im Augenblick des Beitritts natürlich keine Rede – wie bei den meisten anderen Vereinen auch. Irgendwann findet der Autobesitzer dann, dass die Mitgliedschaft doch recht teuer wird. Und er möchte diese kündigen. Und stellt dann fest, dass die Kündigungsfristen beim ADAC recht ungewöhnlich sind. Sie bemessen sich nämlich nach den „Beitragszeitraum“. Und der läuft bei diesem Verein immer vom Zeitpunkt des Beitritts an, ein Jahr. Eine Austrittserklärung – nichts anderes ist die Kündigung beim ADAC – muss drei Monate vor Beginn des nächsten Beitragszeitraumes eingehen.

Kündigungsfrist beim ADAC umgehen
Wer es darauf ankommen lässt, kann diese lange Kündigungsfrist beim ADAC umgehen. Er lässt die nächste Beitragsrechnung unbeachtet und zahlt nicht. Er wird zwar gemahnt werden, aber mehr passiert nicht. Bei rund 16 Millionen Mitgliedern wäre der Aufwand des zwangsweisen Inkasso wohl auch zu groß. Irgendwann merkt das Mitglied dann daran, dass er die Mitgliederzeitschrift nicht mehr erhält und dass seine Mitgliedschaft erloschen ist. Das mag nicht die feine Art sein, aber auf diese Weise lässt sich der Beitrag der nächsten Beitragsperiode tatsächlich sparen, wenn die Kündigungsfristen beim ADAC nicht eingehalten worden sind.