Kundenakquise - Welche Formen gibt es?

Im Zeitalter der EDV haben viele Wege der Kundenakquise ihre einstige Bedeutung verloren. Grundsätzlich aber gilt bis heute jener Ausspruch, der Henri Ford I. in den Mund gelegt wird: „Ich weiß, dass die Hälfte meiner Werbegelder aus dem Fenster geworfen sind. Leider weiß ich nicht, welche“.


Kundenakquise ist die Ansprache von Stammkunden und solchen, die es werden sollen, um neue Aufträge herein zu holen. Das Geheimnis jeden geschäftlichen Erfolges ist es, die Verbindung zu alten Kunden aufrecht zu erhalten und neue zu gewinnen. Vor allem der Bestandspflege diente bis vor rund 40 Jahren der regelmäßige Besuch des klassischen Vertreters. Wer eine „Vertretung“ hatte, brauchte sich eigentlich um sein Auskommen nicht zu sorgen. Zwar war ein solcher Kaufmann die ganze Woche unterwegs, um von den Stammkunden sichere Aufträge herein zu holen. Aber am Wochenende hatte er ein hübsches Sümmchen an Provisionen verdient.

Mit Anzeigen und Werbebeilagen sich zur Kundenakquise in Erinnerung bringen
Der klassische Einzelhandel bringt sich bei den Kunden der Region bis heute mit Anzeigen in Tageszeitungen und Anzeigenblättern und Werbebeilagen in Erinnerung. Bei diesen – neudeutsch Flyer geheißen – muss es die Masse machen. Ein Erfahrungswert sagt, dass etwa drei Promille der Aussendungen einen Auftrag bringen. Darauf setzten auch Postwurfsendungen – die allerdings viel von einstiger Bedeutung verloren haben – und unmittelbar an den Kunden gerichtete Werbebriefe. Dieser Art der Kundenakquise dienen insbesondere die Katalogaussendungen der Versandhäuser.

Auch Schaufenster wenden sich an den Kunden
Zwar hat die klassische Schaufensterwerbung viel von einstiger Bedeutung verloren. Dennoch ist sie für die Kundenakquise nicht fortzudenken. Vorbei sind allerdings die Zeiten, dass die Kaufhäuser noch in den Weihnachtstagen ihre Fenster für Silvester umdekorierten. Insbesondere Super- und Drogeriemärkte haben überhaupt nur noch „blinde“ Fenster. Dabei war ein Schaufensterbummel noch vor 35 Jahren ein beliebte Sonntagnachmittag-Beschäftigung der Bürger.

Das Internet dient der Kundenakquise
Heute ist das Internet an solche Stelle getreten. Erwünschte und unerwünschte – Spam – Rundmails springen den User ins Gesicht und bieten ihm an, von dem Absender glaubt – es könne ihn interessieren. Und sei es Porno. Der größte Teil dieser Kundenakquise ist leider nicht seriös. Da ist ein großes Stück Geschäftskultur verloren gegangen.