Kunstgeschichte studieren - Inhalte und Ablauf des Studiums

Wenn Sie Kunstgeschichte studieren, erhalten Sie das nötige Handwerkszeug, um später im Ausstellungs- oder Tourismusbereich oder der Denkmalpflege zu arbeiten.


Kunstgeschichte studieren ist gerade bei Frauen sehr beliebt. Die Studieninhalte sind breit gefächert und die beruflichen Perspektiven weitreichend. Ob in einem Museum, allgemein bei Ausstellungen oder in der Denkmalpflege und an Universitäten als Forscher – Studenten der Kunstgeschichte können eine Vielzahl an Berufen ergreifen.

Welche Inhalte werden behandelt?

  • Wenn Sie Kunstgeschichte studieren wollen, sollten Sie sich über den Umfang des Studiums im Klaren sein. Ob Architektur, Städtebau oder Kunstgegenstände vom 6. bis zum 21. Jahrhundert – sämtliche Themen, die sowohl Kunst wie auch Geschichte verbinden, werden behandelt. Darüber hinaus erlangen sie während des Studiums Kenntnisse in den Bereichen der Religion, Philosophie und der Geschichte, da auch diese Gebiete die Kunstgeschichte tangieren. Dem nicht genug, werden Ihnen Methoden zum Umgang mit Kunstwerken vermittelt, um deren Herkunft und Aussagekraft wissenschaftlich beurteilen zu können.
  • Wer Kunstgeschichte studieren will, muss außerdem für sich selbst bestimmen, welche Nebenrichtungen eventuell interessant sind. Kunstgeschichte ist nur ein Oberbegriff, mit dem auch die Gebiete der Ägyptologie, der Völkerkunde oder zum Beispiel die Indologie zusammen hängen. Es ist grundsätzlich denkbar, je nach den eigenen Präferenzen, bestimmte Schwerpunkte im Rahmen des Studiums zu setzen und sich auf konkrete Erfordernisse bestimmter Berufsbilder vorzubereiten.
  • Verwechseln Sie Kunstgeschichte aber nicht mit Kunstpädagogik! Während die Kunstpädagogik auch praktische Anteile, wie beispielsweise gemeinsames Zeichnen und Malen umfasst, liegt der Fokus der Kunstgeschichte auf der wissenschaftlichen Betrachtung von Kunstobjekten.

Wie kann man Kunstgeschichte studieren?

  • Das Studium der Kunstgeschichte ist inzwischen an über 50 Instituten in Deutschland möglich. Gerade Nebeninteressen, wie etwa die Ägyptologie, sollten bei der Universitätswahl von Bedeutung sein, da ihre Ausprägungen an den Lehrorten sehr unterschiedlich sind. Wenn Sie Kunstgeschichte studieren wollen, können Sie insgesamt zwei Abschlüsse erwerben (den Bachelor und den Master) und schließlich gegebenenfalls promovieren.
  • Das Bachelorstudium legt den Grundstein für Ihre weitere Zukunft und umfasst ungefähr sechs Semester mit einem 120-Punkte-Hauptfach. Über das Nebenfach können bis zu 60 weitere Punkte erworben werden. Als Bachelor haben Sie die allgemeine Ausbildung genossen und verfügen anschließend über eine solide kunstgeschichtliche Basis und praxisbezogene Fähigkeiten. Schließlich soll der Bachelorstudiengang auch den Berufseinstieg erleichtern.
  • Darauf kann das Masterstudium folgen, das weitere vier Semester umfasst und zur Vertiefung dient. Hier sind mindestens zwei Nebenfächer zu absolvieren und insbesondere Interessenschwerpunkte zu setzen. Mit dem Titel „Master of Arts“ erlangen Sie einen spezialisierten und auf konkrete Berufe ausgerichteten Studienabschluss, wenn sie Kunstgeschichte studieren. Gerade für diesen Schritt ist es unerlässlich, seine Interessen ausreichend einschätzen zu können und zu wissen, in welchem Berufsfeld man später arbeiten möchte. Schließt man sowohl das Bachelor- wie auch das Masterstudium mit sehr guten Leistungen ab, bieten einige Lehrstühle auch den Erwerb des Doktortitels an.