Kunstmappen zur Bewerbung – was gehört hinein?

Neben dem Talent, das sich in Kunstmappen zeigen soll, muss auf eine angemessene Form der Präsentation geachtet werden.


Wer sich für einen künstlerischen Studiengang an einer Universität oder Fachhochschule bewirbt, muss in den meisten Fällen eine sogenannte Mappe einreichen. Die Mappe ist eine der Grundlagen aufgrund derer die Entscheidung über die Studienplatzvergabe getroffen wird.
Da die Anforderungen an die verschiedenen Studiengänge, sei es nun freie Kunst, visuelle Kommunikation oder Grafikdesign, unterschiedlich sind, muss sich diese auf das ausgewählte Studiengebiet inhaltlich direkt beziehen.
Obwohl der so eingeschlagene Weg des Entscheidungsprozesses sehr subjektiv ist – dieselben Kunstmappen können an einer Universität sehr gut ankommen, während sie woanders abgelehnt werden – gibt es doch einige Formalien, die man beachten sollte.

Form und Inhalt
Kunstmappen sollten, wenn dies nicht ausdrücklich anders angegeben ist, ein Format von DIN A2 oder DIN A1 haben. In die Mappe gehören zwischen 15 und 30 Arbeiten, in denen der Bewerber sein Können in verschiedenen Techniken darstellen sollte. Je nach Studienfach kann dies auch Skulpturen, Modelle und Computergrafiken umfassen. Es empfiehlt sich dabei auch Serien von Arbeiten zu einem Thema anzufertigen. Die Kunstmappe konzeptuell unter ein Thema zu stellen, empfiehlt sich hingegen nicht. Die Präsentation der Arbeiten sollte durch das Aufziehen auf farblich einheitlichem Pappkarton der Stärke zwischen 200 und 300 Gramm in Größe der Kunstmappen aufgewertet werden. So bekommt die Mappe ein durchgehendes Design, das nicht von den Arbeiten ablenkt und den Prüfprozess nicht behindert.
Da viele Professoren insbesondere an dem Entstehungsprozess einer Arbeit interessiert sind, kann der Mappe ein Skizzenbuch beigegeben werden. Bei eher kleinformatigen Arbeiten können Skizzen und Arbeit hingegen auch auf einem Karton präsentiert werden.

Weitere Tipps
Für die Anfertigung erfolgreicher Kunstmappen zur Bewerbung an einer Universität oder Fachhochschule werden deutschlandweit Kurse angeboten. Da diese aber allgemein bekannt sind und oft einen eigenwilligen Stil haben, ist hierzu nicht in jedem Fall zu raten. Immer empfiehlt es sich hingegen, an der Universität selbst zu recherchieren und sich mit dort eingeschriebenen Studenten über ihre Mappen auszutauschen. Zudem gibt es an den meisten Universitäten Begutachtungsstunden, in denen man seine Mappe einem der Professoren vor der eigentlichen Bewerbung vorstellen kann.